Ersatzteile für LGB Mallet Lok Reparatur: Den Klassiker erhalten
Welche Ersatzteile benötigen Sie für Ihre LGB Mallet Lok? Tipps zu Getriebe, Elektronik und Umbau inkl. Experten-FAQs zur 2085-Serie.
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Diese Kategorie fasst die Baugruppe zusammen: Fünf Modelle mit eigener Teileliste von 2008 bis 2025, dazu der gemeinsame Teilevorrat der Kastenlok. Die drei Ziffern hinter dem M der Artikelnummer sind die Positionsnummer auf der Explosionszeichnung: 23450-M012 ist das Fenster-Set auf Position 12.
Teile der analogen Baujahre 1984 bis 1997 stehen in der Kategorie der älteren Modelle. Welches Modell welche Betriebsnummer trägt – 201 bis 222 – zeigt die Tabelle in der Beschreibung unten.
Diese Ersatzteil-Kategorie umfasst 8 LGB-Modelle aus den Jahren 1984 bis 2025. Alle Modelle der Kategorie haben dieselbe Teilebasis – maßgeblich ist die Explosionszeichnung der jeweiligen Lok. Die Spalte Teile führt direkt zur Teileliste des Modells; die Modelle ohne eigenes Ersatzteilblatt stehen zusammen in der Kategorie der älteren Modelle.
| Jahr | Artikel | Modell | Bahn / Betriebsnummer | Ausstattung | Teile |
|---|---|---|---|---|---|
| 2025 | LGB 24451 | Ge 2/4 (Ep. VI) Ein-Pantograph-Variante |
RhB 222 | mfx/DCC Sound, Pufferspeicher | Teileliste |
| 2016 | LGB 24450 | Ge 2/4 (Ep. III) | RhB 221 | mfx Sound | Teileliste |
| 2013 | LGB 29450 | Jubiläumsset 100 Jahre Elektrifizierung Engadin mit Ge 2/4 Einmalige Serie; Lok exklusiv im Set |
RhB 201 | Set, Limitiert, DCC-Schnittstelle | Teileliste |
| 2012 | LGB 23450 | Ge 2/4 (Ep. III) | RhB 202 | DCC-Decoder | Teileliste |
| 2008 | LGB 22450 | Ge 2/4 (Ep. III) | RhB 203 | DCC-Decoder | Teileliste |
| 1997 | LGB 21450 | Ge 2/4 Denkmallok | RhB 205 | Analog | ältere Modelle |
| 1984 | LGB 2045 | Ge 2/4 | RhB 205 | Analog | ältere Modelle |
| 1984 | LGB 20450 | Ge 2/4 (5-stellige Nummer) | RhB 205 | – | ältere Modelle |
Am 28. und 29. Juni 1913 eröffnete die Rhätische Bahn ihre Linie von Bever nach Scuol-Tarasp. Die 49,5 Kilometer lange Meterspurstrecke führt durch das Unterengadin und verlangte 17 Tunnel und 55 größere Brücken. Sie war die erste Strecke der RhB, die von Anfang an elektrisch betrieben wurde, und zwar mit 11 kV Einphasenwechselstrom bei 16⅔ Hz. Die Steigung erreicht 20 Promille.
Für diesen Betrieb lieferten die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik in Winterthur und Brown, Boveri & Cie. in Baden 1912 und 1913 sieben leichte Elektrolokomotiven mit den Nummern 201 bis 207. Sie trugen einen geschlossenen Kastenaufbau auf einem Fahrwerk der Achsfolge 1'B1'. Ein BBC-Repulsionsmotor arbeitete über eine Blindwelle und Schrägstangen auf die beiden Treibachsen. Die Maschinen leisteten 210 kW, also rund 285 PS, wogen 37 Tonnen, maßen 8700 Millimeter über alles und fuhren höchstens 45 km/h, damals das gesetzliche Limit für Meterspurbahnen.
Vorgesehen war, 90 Tonnen Zuggewicht mit 28 km/h über 25 Promille Steigung zu ziehen. Dafür waren die Loks bald zu schwach, und sie wanderten mehr und mehr in den Rangierdienst ab. Zwischen 1943 und 1946 baute die Rhätische Bahn deshalb fünf der sieben Maschinen um. Drei erhielten einen Mittelführerstand und wurden zu 211 bis 213. Die beiden übrigen, 203 und 204, bekamen 1945/46 eine modernisierte elektrische Ausrüstung mit 428 kW. Sie behielten den Kasten und liefen fortan als 221 und 222 mit 30 Tonnen Dienstgewicht und 55 km/h.
Die 205 blieb im Ursprungszustand und wurde 1973/74 nach sechzig Dienstjahren abgestellt. Sie kam als Denkmallokomotive zunächst an das Technikum Winterthur, später nach Arth-Goldau und steht seit 2015 im Bahnmuseum Albula in Bergün. Die 207 gelangte 1982 ins Verkehrshaus der Schweiz in Luzern. Die 222 blieb als betriebsfähiges Museumsfahrzeug in Landquart erhalten und ist damit die einzige Maschine der Reihe, die noch aus eigener Kraft fährt.
LGB nahm die Kastenlok 1986 mit der Artikelnummer 2045 ins Programm. Das Modell trug die Betriebsnummer 205 und blieb bis 1996 lieferbar. Mit der Umstellung auf fünfstellige Artikelnummern lief dieselbe Ausführung ab 2000 als 20450 weiter. Dazwischen erschien von 1998 bis 2001 die 21450 als Denkmallokomotive, ebenfalls mit der Nummer 205 und in analoger Ausführung. Damit stehen für den Einstieg in die Kategorie drei eng verwandte Lehmann-Artikelnummern nebeneinander, die auf derselben Konstruktion beruhen.
Für die Ersatzteilsuche lassen sich die Modelle in zwei Gruppen teilen. Die Lehmann-Ausführungen 2045, 20450 und 21450 sind analog aufgebaut, für sie gilt die Explosionszeichnung 2045-1. Ab 2009 brachte Märklin die Lok mit neuer Elektronik heraus, zunächst mit DCC-Decoder, später mit mfx-Sound. Für diesen Stand bestehen eigene Explosionszeichnungen, etwa zu 22450 und 24450. Da sich Elektronik, Beleuchtung und Dachausrüstung zwischen beiden Gruppen unterscheiden, lohnt vor jeder Bestellung ein Vergleich der Zeichnung mit der eigenen Lok.
Die Märklin-Modelle bilden verschiedene Betriebsnummern der Epoche III ab. Die 22450 von 2009 zeigt die Lok 203, die 23450 von 2012 die Nummer 202, beide mit DCC-Decoder. Zum hundertsten Jahrestag der Engadiner Elektrifizierung erschien von 2013 bis 2015 das limitierte Jubiläumsset 29450 mit der Lok 201. Diese Ausführung gab es ausschließlich im Set und nur in einmaliger Serie, geliefert wurde sie mit DCC-Schnittstelle. Ersatzteile richten sich hier nach den übrigen Modellen desselben Bauzustands.
Die umgebauten Maschinen mit nur einem Stromabnehmer kamen zuletzt dazu. 2016 erschien die 24450 als Nummer 221 der Epoche III mit mfx-Sound, 2025 folgte die 24451 als Nummer 222 in der Epoche VI mit mfx- und DCC-Decoder, Sound und Pufferspeicher. Diese Ein-Pantograph-Variante unterscheidet sich in der Dachausrüstung deutlich von den älteren Modellen, während Gehäuse und Fahrwerk dem Märklin-Bauzustand entsprechen. Teile für die 24451 sind noch nicht vollständig gelistet, hier bleibt die Versorgung vorerst offen.
Jede Teileliste folgt der Explosionszeichnung der Lok: Position 1 der Zeichnung ist die erste Zeile der Liste. Die Artikelnummer sagt dasselbe noch einmal – die drei Ziffern hinter dem M oder E sind die Positionsnummer. 23450-M012 ist das Fenster-Set auf Position 12, 24450-M003 die Laterne auf Position 3. Daneben steht die LGB-Bestellnummer (E-Nummer) aus dem amtlichen Blatt: über sie ist das Teil eindeutig, auch wenn unser Artikelname anders lautet.
Für die 22450 und die 23450 enthalten die Anleitungen keine Ersatzteilseiten – beide Loks wurden in Asien gebaut. Maßgeblich sind hier die Explosionszeichnungen, die wir in der jeweiligen Teileliste verlinken. Viele Teile der Reihe tragen die Stammnummer der 20450 oder der 22450.
Neben den Originalteilen von LGB führen wir Teile der Marke ML-Train. Märklin liefert die Originale weiter; ML-Train hat viele Verschleißteile durch eigene Produkte ersetzt – Schleifkontakte, Haftreifen, Zahnräder, Kupplungsteile, Lampengläser. Bei gleicher Qualität ist der Preis günstiger, deshalb steht in manchen Zeilen ein ML-Train-Artikel.
Sie wissen nicht, welches Modell Sie haben? Die Artikelnummer steht auf der Verpackung und auf dem Beipackzettel. Ohne Nummer hilft die Tabelle oben: Jahr, Betriebsnummer und Ausstattung grenzen die Lok ein. Teile der älteren Baujahre stehen in der Kategorie der älteren Modelle.
Vorbildangaben nach Wikipedia (RhB Ge 2/4, Bahnstrecke Bever–Scuol-Tarasp) und eisenbahn-nostalgie.ch; Modellangaben nach LGB/Märklin.
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