Das HL Zwergsignal Typ Warte ist eine originalgetreue Nachbildung des ab 1959 eingeführten HL-Signalsystems der Deutschen Reichsbahn. Zwergsignale gehören zu den bodennah aufgestellten Lichtsignalen, die vor allem in Bahnhöfen, Betriebswerken und Rangierbezirken eingesetzt werden. Sie dienen der sicheren Steuerung von Rangierbewegungen und tragen wesentlich zur Trennung von Zug- und Rangierfahrten bei.
Das Wartezeichen entstand im Rahmen der Signalordnung DV 301 und wurde in den 1950er Jahren in das Signalsystem integriert. Es bestand aus dem Signalbegriff Ra 11a, der Rangierfahrten zum Halt verpflichtet, und dem dazugehörigen Ra 12, das die Zustimmung zur Weiterfahrt erteilt. Im Gegensatz zur Deutschen Bundesbahn, die mit dem Signal Sh 1 arbeitete, setzte die Reichsbahn damit auf eine eigenständige Kombination von Wartezeichen und Rangierfreigabe. So entwickelte sich das Wartezwergsignal zu einem festen Bestandteil des Bahnhofs- und Rangierbetriebs in der DDR, wo es an Gleisanschlüssen, Weichenverbindungen und Abstellanlagen verbreitet eingesetzt wurde.
Das Modell ist mit einem wetterfesten Gehäuse ausgestattet und verfügt über einen voll integrierten Decoder, der sowohl im Digital- als auch im Analogbetrieb funktioniert. Im Analogbetrieb können die Signalstellungen über einfache Taster geschaltet werden, während im Digitalbetrieb umfangreiche Programmiermöglichkeiten über CVs bestehen. Dank kompakter Bauweise eignet sich das Signal nicht nur für realistische Nachbildungen von Bahnhöfen und Betriebswerken, sondern auch für den robusten Einsatz im Außenbereich.
Signalbilder des HL Zwergsignals Typ WarteCharakteristisch für das Wartezeichen ist, dass das „W“ dauerhaft leuchtet. Dadurch ist die Funktion als Wartezeichen jederzeit eindeutig erkennbar.
Halt für Rangierfahrten:Das Signalbild Ra 11a zeigt an, dass eine Rangierfahrt nicht fortgesetzt oder begonnen werden darf. Es stellt somit das eindeutige Haltegebot für alle Rangierbewegungen dar. Dieses Bild erscheint typischerweise vor Weichen, an Einfahrten zu Gleisen oder an Stellen, an denen sich Fahrstraßen kreuzen. Erst wenn die Zustimmung durch das folgende Signalbild Ra 12 erteilt wird, darf die Fahrt fortgesetzt werden.
Rangierfahrt erlaubt:Mit dem Signalbild Ra 12 wird die Zustimmung zur Rangierfahrt erteilt. Es zeigt an, dass eine Rangierfahrt beginnen oder fortgesetzt werden darf. Häufig wird dieses Signal in Kombination mit Hauptsignalen verwendet, zum Beispiel bei „Hp 0 + Ra 12“. In diesem Fall bleibt das Haltegebot für Züge bestehen, während Rangierbewegungen dennoch freigegeben sind. Das Signal wird vor allem in Bahnhöfen, Abstellanlagen und Betriebswerken eingesetzt, um Rangierfahrten in klar abgegrenzten Bereichen sicher zu steuern.
Verbindung zu HauptsignalenDas HL Zwergsignal Typ Warte steht in engem Zusammenhang mit Hauptsignalen, die neben dem Haltbegriff Hp 0 auch das Signalbild Sh 1/Ra 12 anzeigen können – ein Beispiel hierfür ist das Lichtsignal Typ HV Hauptsignal
83814616.
Während Hp 0 das Haltgebot für Zugfahrten bedeutet, erlaubt Sh 1/Ra 12 (gleichbedeutend mit dem Wartezeichen Ra 12) das Durchführen von Rangierfahrten. Damit übernimmt das Hauptsignal in dieser Kombination dieselbe Funktion wie ein Wartezwerg: Züge müssen anhalten, Rangierbewegungen sind jedoch freigegeben.
In der Praxis kann ein Hauptsignal mit Hp 0 + Sh 1/Ra 12 die Funktion des Wartezwergs ersetzen. In größeren Bahnhöfen oder an sicherheitsrelevanten Stellen werden jedoch häufig beide Signalarten eingesetzt – das Hauptsignal für die Zugfahrten und das Wartezwerg für die präzise Steuerung der Rangierbewegungen.
HinweisZwergsignale stehen nicht direkt in Verbindung zueinander. Jedes Signal regelt den Abschnitt, vor dem es aufgestellt ist, und wird vom Stellwerk separat angesteuert.
In der Praxis bedeutet das: Wenn mehrere Zwergsignale in einer Reihe zu finden sind, sichern sie nacheinander verschiedene Gleisabschnitte. So kann etwa ein erstes Zwergsignal die Zufahrt zu einer Weiche regeln, während ein zweites den anschließenden Abstellbereich absichert. Die Zustimmung zur Weiterfahrt erfolgt dabei nicht vom jeweils nächsten Zwergsignal, sondern durch die Fahrstraße, die das Stellwerk stellt.
FunktionsumfangDCC-NMRA Digitalbetrieb und vollständiger Analogbetrieb möglich.Voll kompatibles NMRA-DCC Modul.Zwei Kontakteingänge für Tastersteuerung im Analogbetrieb.Vorbildgerechte Signalbilder der HL-Zwergsignale.Sehr kompakte Abmessungen und wetterfester Kunststoff.Integrierter Decoder mit allen Signalbildern (inkl. Wartezeichen) bereits enthalten.Ausgänge können invertiert werden.Automatische Rückschaltfunktionen und Resetmöglichkeiten für alle CVs.Steuerung mit jeder Digitalzentrale möglich, einfaches Funktionsmapping.Unterstützt DCCext und bietet vielfältige Programmieroptionen (Bitweise, CV, POM, Register).Keine zusätzliche Last für die Programmierung erforderlich.AnschlussbuchsenDie Verbindung erfolgt über die markierten Buchsen
GLEIS | K1 | K2 | GND.
Digitalbetrieb: „GLEIS“-Leitungen direkt an das digitale Gleis anschließen.Analogbetrieb: „GLEIS“-Leitungen an konstante Spannung ab 7 V DC anschließen, K1 und K2 über Taster gegen GND schalten.Im Analogbetrieb können Signalbilder manuell durchgeschaltet werden. Der Signalmodus Wartezeichenbelegung wird über
CV13 eingestellt, durch K1/K2-Sequenz gegen GND.
Technische DatenBetriebsspannung: 7–27 V DC/DCC oder 5–18 V ACStromaufnahme: ca. 5 mA (ohne Funktionsausgänge)Maximaler Funktionsstrom: 0,1 A pro AusgangMaximaler Gesamtstrom: 0,2 ATemperaturbereich: –40 °C bis +85 °CAbmessungen: 2,5 × 2,7 × 1 cmHinweis: Bei Einsatz unter 0 °C vorher in beheiztem Raum lagern, um Kondenswasserbildung zu vermeiden.Die folgende Firma hat das Produkt für ML-Train hergestellt:micron-dynamics, Marius Dege,
(WEEE: DE69511296)
Bedienungsanleitung mit CV-Werten