Das ML-Train Lichtsignal SO16 ist kein generisches Zubehörteil – es ist die maßstabsgetreue Umsetzung eines spezifischen, historisch bedeutsamen Sicherungssystems der Deutschen Reichsbahn für die Spur G. Wer eine vorbildgerechte Nebenbahn-Anlage mit ostdeutschem Betriebscharakter aufbaut, findet hier das einzige Signal, das diesen regionalen Standard authentisch abbildet.
Zwei Signalbilder – exakt nach Vorbild: Das SO16 kennt zwei klar definierte Zustände. SO16a / Bü1 (gesichert): Ein weißes, stetiges Licht – der Bahnübergang ist ordnungsgemäß gesichert, Schranken sind geschlossen oder Rotlichter aktiv. Der Zug darf ohne Geschwindigkeitsreduzierung passieren. SO16b / Bü0 (nicht gesichert): Kein weißes Licht – in der Modell-Umsetzung durch zwei orangefarbene Lichter signalisiert, dass der Übergang aktuell offen ist. Die Anordnung der 3 Lichtpunkte (oben mittig, unten zwei nebeneinander) entspricht dem historischen Vorbild.
Integriertes PZB-IR-System für automatisierten Anlagenbetrieb: Das Alleinstellungsmerkmal dieses Signals ist das eingebaute Infrarot-Übertragungssystem. Eine IR-Sendediode wird direkt im Gleisbett verbaut und kommuniziert kabellos mit dem Lok-Decoder. Zeigt das Signal weiß, sendet die IR-Diode Fahrtfreigabe. Zeigt das Signal orange, sendet sie Haltebefehl oder Geschwindigkeitsbeschränkung. Für Rückwärtsdurchfahrten lässt sich die IR-Diode über Kontakt K1 gezielt deaktivieren – die Fahrtrichtungslogik ist damit vollständig im Decoder abgebildet.
Zeitsteuerung und Automatisierung über Kontakteingang K1: Der Einschaltvorgang des Signals wird über Kontakteingang K1 getriggert, der gegen Masse schaltet. Die Zeitbasis ist in 250-ms-Schritten frei konfigurierbar – so lässt sich der Sicherungsablauf (z.B. Schranke schließen → Signal weiß) exakt auf die Fahrdynamik der Anlage abstimmen. Kein starres Timing, sondern präzise anpassbare Automatisierungslogik.
LED-Technik mit Glühlampen-Imitation: Die verbaute LED-Technik arbeitet mit einer Helligkeitsregelung in 0,125-mA-Schritten. Über konfigurierbare Dimmeffekte lässt sich das charakteristische Einschalt- und Ausblendverhalten historischer Glühlampen nachbilden – ein Detail, das den visuellen Unterschied zwischen einem technisch korrekten Signal und einem lebendigen Vorbild-Modell ausmacht.
Programmiersperre und Sicherheitsfunktionen: Unbeabsichtigte CV-Änderungen werden durch eine Programmiersperre verhindert, die standardmäßig über CV-Wert 215 aktiviert ist. Zusätzlich ist eine Rotsperre gegen Falschfahrten integriert – das Signal verhält sich auch bei nicht bestimmungsgemäßem Betrieb regelkonform und schützt den Anlagenbetrieb vor Fehlzuständen.
Spannungsversorgung und DCC-Kompatibilität: Das Signal arbeitet mit 7–27V DC oder 5–18V AC und ist vollständig DCC-kompatibel. Jedes der beiden Signale im Set wird mit einem eigenen, separat beiliegenden Decoder geliefert. Analoger und digitaler Betrieb sind damit ohne Zusatzkauf direkt möglich – das Set ist vollständig einsatzbereit.
Hinweis zur Inbetriebnahme bei Kälte: Die Elektronik sollte bei Außentemperaturen unter 0 °C erst nach einer Vorwärmung in einem beheizten Raum aktiviert werden. Diesen Hinweis sollten Betreiber von Gartenanlagen in der Einwinterungsphase und beim Saisonstart im Frühjahr beachten.
Bauanleitung
Bedienungsanleitung