Ersatzteile für LGB Mallet Lok Reparatur: Den Klassiker erhalten
Welche Ersatzteile benötigen Sie für Ihre LGB Mallet Lok? Tipps zu Getriebe, Elektronik und Umbau inkl. Experten-FAQs zur 2085-Serie.
Weiterlesen →Viele LGB-Ersatzteile sind über alle Modellvarianten hinweg baugleich. Bei der Reihe 2460x – RhB Ge 4/6 – ist die Teilebasis sogar bei allen Modellen dieselbe. In der folgenden Übersicht finden Sie die universellen Ersatz- und Verschleißteile, die an jedes dieser Modelle passen:
Hinweis: Gehäuseteile, Dachaufbauten, Beschriftungen und modellspezifische Platinen finden Sie in der Unterkategorie der jeweiligen Lok.
Diese Ersatzteil-Kategorie umfasst 2 LGB-Modelle aus den Jahren 2024 bis 2026. Alle Modelle der Kategorie haben dieselbe Teilebasis – maßgeblich ist die Explosionszeichnung der jeweiligen Lok.
| Jahr | Artikel | Modell | Bahn / Betriebsnummer | Ausstattung | Teile |
|---|---|---|---|---|---|
| 2026 | LGB 24602 | Ge 4/6 grün (Ep. I) Neuheit 2026, Auslieferung 09/2026 geplant |
RhB 355 | mfx/DCC Sound | Ersatzteile |
| 2024 | LGB 24601 | Ge 4/6 (Ep. VI) Komplette Neukonstruktion |
RhB 353 | mfx/DCC Sound | Ersatzteile |
Die Rhätische Bahn beschäftigte sich schon um 1900 mit dem elektrischen Betrieb. Als Versuchsstrecke war ab 1906 die Linie ins Unterengadin vorgesehen. 1913 eröffnete die Bahn den Abschnitt von Bever nach Scuol und befuhr ihn von Beginn an elektrisch, mit 11 Kilovolt Einphasenwechselstrom bei 16,7 Hertz. Dafür brauchte sie eigene Lokomotiven, und so entstand die Baureihe Ge 4/6.
Den mechanischen Teil aller Ge 4/6 baute SLM in Winterthur. Die elektrische Ausrüstung kam je nach Serie von BBC, MFO oder AEG, denn die Bahn erprobte verschiedene Motorbauarten nebeneinander. Insgesamt entstanden acht Maschinen mit den Nummern 301, 302, 351 bis 355 und 391. Die fünf Loks 351 bis 355 trugen MFO-Ausrüstung mit Einphasen-Reihenschlussmotoren. Die Achsfolge lautet 1'D1': vier gekuppelte Treibachsen mit 1070 Millimeter Raddurchmesser, davor und dahinter je eine Laufachse mit 710 Millimetern. Zwei Fahrmotoren wirken über Stangen auf die Treibachsen.
Die Maschinen 353 bis 355 leisteten 559 Kilowatt oder 760 PS bei 31,3 Stundenkilometern, die Anfahrzugkraft betrug 65 Kilonewton. Die beiden älteren Loks 351 und 352 kamen auf 419 Kilowatt oder 570 PS bei 29 Stundenkilometern. Die Fahrzeuge sind 11.100 Millimeter lang und wiegen 59 Tonnen, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 55 Stundenkilometern. Die 351 ging im Dezember 1912 in Betrieb, die 352 im Februar 1913, die 353 bis 355 folgten 1914.
Zunächst fuhren die Loks im Engadin vor Personen- und Güterzügen. Mit der Elektrifizierung der Albulastrecke kamen sie ab 1919 auch dort zum Einsatz, später im Prättigau. Nach über 40 Betriebsjahren erhielten sie eine Nutzbremse. Einzelne Maschinen blieben bis zu 70 Jahre im Dienst.
1973 stellte die Bahn die 351 und die 352 ab, 1977 wurden sie verschrottet. Die 354 fiel 1980 mit einem Transformatorschaden aus und wurde 1982 abgebrochen, die 355 nach einem Motorschaden 1984. Die 353 blieb erhalten und ist als historische Lokomotive der Rhätischen Bahn betriebsfähig sowie regelmäßig vor Museumszügen unterwegs.
LGB nahm die Ge 4/6 erst 2024 ins Programm, und zwar als komplette Neukonstruktion. Den Anfang machte die 24601, die die erhaltene Lok 353 der Rhätischen Bahn im Zustand der Epoche VI zeigt. Das Modell misst rund 50 Zentimeter über Puffer und gibt damit die gedrungene Stangenlok mit ihren vier gekuppelten Treibachsen und den beiden Laufachsen wieder.
Technisch steht hinter der Baugruppe bislang nur diese eine Konstruktion. Zwei Motoren treiben alle vier Radsätze an, Haftreifen sorgen für die Zugkraft. Ab Werk sind ein Decoder für mfx und DCC mit Geräuschelektronik sowie Stromabnehmer eingebaut, die sich im Digitalbetrieb heben und senken lassen. Für die Ersatzteilsuche bedeutet das eine übersichtliche Lage: Motorblöcke, Radsätze, Haftreifen, Stromabnehmer und Fahrwerksteile sind über beide Ausführungen hinweg gleich, während sich die Gehäuseteile durch Lackierung und Beschriftung unterscheiden. Bei farbigen Teilen lohnt deshalb immer der Abgleich mit der Artikelnummer der eigenen Lok.
Die zweite Ausführung ist für 2026 angekündigt. Die 24602 gibt die Lok 355 in grüner Lackierung im Zustand der Epoche I wieder, also im Zustand der Auslieferungsjahre. Als Auslieferungstermin ist der September 2026 geplant. Auch dieses Modell trägt einen Decoder für mfx und DCC mit Geräuschelektronik. Welche Anbauteile über die Farbgebung hinaus abweichen, etwa Laternen, Dachausrüstung oder Beschriftungsschilder, ist bis zum Erscheinen offen.
Sonder-, Themen- oder Setmodelle gibt es in dieser Baugruppe bisher nicht, beide Artikelnummern sind reguläre Katalogmodelle. Da die Ge 4/6 vollständig unter Märklin entwickelt wurde, stammt die gesamte Teilebasis aus der aktuellen Fertigung und ist entsprechend jung. Teile aus älteren LGB-Konstruktionen passen hier nicht, und Vergleiche mit anderen Elloks der Rhätischen Bahn im Programm führen in die Irre, weil Fahrwerk und Antrieb eigens für diese Stangenlokomotive entwickelt wurden. Maßgeblich ist die Explosionszeichnung zur jeweiligen Artikelnummer.
Vorbildangaben nach Wikipedia (RhB Ge 4/6, deutsch und englisch) und de-academic.com · Modellangaben nach LGB/Märklin
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