Ersatzteile für LGB Mallet Lok Reparatur: Den Klassiker erhalten
Welche Ersatzteile benötigen Sie für Ihre LGB Mallet Lok? Tipps zu Getriebe, Elektronik und Umbau inkl. Experten-FAQs zur 2085-Serie.
Weiterlesen →Ein großer Teil der LGB-Ersatzteile ist über die Modellvarianten hinweg gleich. In der folgenden Übersicht finden Sie die Ersatz- und Verschleißteile der Reihe 2204x – RhB Ge 4/4 I –, die an mehrere Modelle passen:
Hinweis: Gehäuseteile, Dachaufbauten, Beschriftungen und modellspezifische Platinen finden Sie in der Unterkategorie der jeweiligen Lok.
Diese Ersatzteil-Kategorie umfasst 2 LGB-Modelle aus den Jahren 2021 bis 2022. Welche Ersatzteile passen, hängt vom Modell ab – maßgeblich ist die Explosionszeichnung der jeweiligen Lok.
| Jahr | Artikel | Modell | Bahn / Betriebsnummer | Ausstattung | Teile |
|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | LGB 22042 | Ge 4/4 I 'Bernina' (Ep. VI) | RhB 602 | mfx/DCC Sound | Ersatzteile |
| 2021 | LGB 22040 | Ge 4/4 I 'Silvretta' | RhB 605 | mfx/DCC Sound | Ersatzteile |
Die Rhätische Bahn erschließt mit ihrem Meterspurnetz weite Teile Graubündens. Das Stammnetz hat 1000 Millimeter Spurweite und wird mit 11 Kilovolt bei 16,7 Hertz Wechselstrom betrieben. Nach dem Zweiten Weltkrieg brauchte die Bahn kräftigere Maschinen für den Schnellzugdienst. 1944 bestellte sie deshalb eine neue Lokomotive, die ohne Stangenantrieb auskommen sollte.
Die Ge 4/4 I entstand bei SLM in Winterthur, die elektrische Ausrüstung lieferten BBC und MFO. Im Juli 1947 nahm die Bahn die erste Maschine in Betrieb; zum ersten Baulos gehörten die Nummern 601 bis 604. Nach guten Erfahrungen bestellte sie 1953 sechs weitere Loks mit den Nummern 605 bis 610. Die Achsfolge lautet Bo'Bo', vier achtpolige Reihenschlussmotoren treiben je einen Radsatz an. Die Lok ist 12.100 Millimeter lang und wiegt 48 Tonnen. Die Stundenleistung beträgt 1184 Kilowatt oder rund 1600 PS, die Anfahrzugkraft 142 Kilonewton. Eine Nutzbremse gehörte zur Ausrüstung.
Anfangs fuhr die Ge 4/4 I vor Schnellzügen. Bei 35 Promille Steigung zog sie 185 Tonnen Anhängelast, bei 45 Promille noch 135 Tonnen. Die Höchstgeschwindigkeit lag zunächst bei 75, später bei 80 Stundenkilometern. Mit den stärkeren Nachfolgebaureihen rückten die Loks in untergeordnete Dienste. Zwischen 1986 und 1991 baute die Bahn geräumigere Führerstände an und rüstete die Maschinen mit Vielfach- und Fernsteuerung aus. Ab 1997 ersetzten Einholmstromabnehmer die alten Scherenstromabnehmer.
Einsatzgebiete waren das Engadin, ab 1997 die Arosabahn und die Strecke Davos–Filisur, auf der die Loks ab 2004 dreiteilige Pendelzüge führten. Ab 2010 begann die Ausmusterung. Die 601 „Albula“ wurde im November 2010 abgebrochen, die 604 „Calanda“ im März 2011. Zuletzt traf es die 610 „Viamala“ am 13. März 2025. Erhalten sind drei Loks: die 602 „Bernina“ bei der Stiftung Grün & Chrom, die 603 „Badus“ abgestellt in Landquart und die 605 „Silvretta“, die betriebsfähig geblieben ist und 2025 die Zugsicherung ZSI 127 erhielt.
LGB nahm die Baureihe 2021 als Neukonstruktion ins Programm. Den Einstieg macht die 22040, die die 605 „Silvretta“ in Grün im Zustand der Epoche IV zeigt, also mit den zwischen 1986 und 1991 angebauten größeren Führerständen. Das Modell misst 54 Zentimeter über Puffer. Zwei kugelgelagerte Bühler-Motoren treiben alle vier Radsätze an, dazu kommen ein Decoder für mfx und DCC mit Soundfunktionen sowie servogesteuerte Scherenstromabnehmer, die sich digital heben und senken lassen.
2022 folgte die 22042 als 602 „Bernina“ im Zustand der Epoche VI, ebenfalls mit mfx- und DCC-Decoder samt Sound. Beide Ausgaben stammen aus derselben Konstruktion und derselben Fertigungsreihe, weshalb Antrieb, Fahrwerk und Gehäuseaufbau weitgehend übereinstimmen. Für die Ersatzteilsuche ist das die gute Nachricht: Motoren, Getriebeteile, Haftreifen, Kupplungen, Schleifer und die servogesteuerten Stromabnehmer-Baugruppen verteilen sich bei dieser Baureihe auf lediglich zwei Artikelnummern, und ältere Fertigungsstände mit abweichendem Motorblock gibt es nicht.
Unterschiede liegen vor allem in Lackierung, Anschriften und epochenbedingten Anbauteilen. Zu beiden Modellen ist jeweils eine eigene Explosionszeichnung vermerkt, zur 22040 und zur 22042. Diese Zeichnungen sind der verlässlichste Weg, ein Teil eindeutig zuzuordnen, denn welche Details die Epoche-VI-Ausführung gegenüber der Epoche-IV-Version abweichend nachbildet, geht aus den reinen Artikeldaten nicht hervor und bleibt hier offen. Sonder-, Themen- oder Setmodelle sind zur Ge 4/4 I bislang nicht erschienen; beide Ausgaben sind Einzelloks.
Beide Modelle erschienen unter Märklin, die Baugruppe ist also durchgehend jungen Datums und kennt keine älteren Fahrwerksgenerationen wie die frühen LGB-Dampfloks. Wer Ersatzteile sucht, nennt am besten die Artikelnummer 22040 oder 22042 zusammen mit der Betriebsnummer 605 beziehungsweise 602 und gleicht das gesuchte Teil vorab mit der zugehörigen Explosionszeichnung ab. Bei den elektronischen Baugruppen und beim Sound entscheidet ohnehin die Artikelnummer, weil beide Modelle mit demselben Digitalsystem, aber je eigenem Klangbild ausgeliefert wurden.
Vorbildangaben nach Wikipedia (RhB Ge 4/4 I), rail-info.ch und modellbahnen.cadosch.org · Modellangaben nach LGB/Märklin
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