Ersatzmotor für die LGB Kleine Dicke: So finden Sie den passenden Antrieb
Welcher Motor passt in die LGB Kleine Dicke? Erfahren Sie alles über Ersatzgetriebe, Kompatibilität und den fachgerechten Umbau Ihrer Tenderlok.
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Ein großer Teil der LGB-Ersatzteile ist über die Modellvarianten hinweg gleich. In der folgenden Übersicht finden Sie die Ersatz- und Verschleißteile der Reihe 2x70x – Reihe U (Zillertal, ÖBB 298, NÖLB) –, die an mehrere Modelle passen:
Hinweis: Gehäuseteile, Dachaufbauten, Beschriftungen und modellspezifische Platinen finden Sie in der Unterkategorie der jeweiligen Lok.
Diese Ersatzteil-Kategorie umfasst 19 LGB-Modelle aus den Jahren 1971 bis 2020. Welche Ersatzteile passen, hängt vom Modell ab – maßgeblich ist die Explosionszeichnung der jeweiligen Lok.
| Jahr | Artikel | Modell | Bahn / Betriebsnummer | Ausstattung | Teile |
|---|---|---|---|---|---|
| 2020 | LGB 25703 | Zillertalbahn U 2 | ZB U 2 | mfx/DCC, Sound, Rauch | Ersatzteile |
| 2016 | LGB 25702 | ÖBB 298.25 | ÖBB 298.25 | mfx/DCC, Sound, Rauch | Ersatzteile |
| 2013 | LGB 25701 | DRG 99 7818 | DRG 99 7818 | DCC-Schnittstelle, Rauch | Ersatzteile |
| 2005 | LGB 22711 | Zillertalbahn Nr. 2, MZS | ZB 2 | MZS-Decoder, Rauch | Ersatzteile |
| 2003 | LGB 20721 | ÖBB 298.56 | ÖBB 298.56 | – | Ersatzteile |
| 2001 | LGB 23701 | NÖLB U1 Nr. 5 | NÖLB U 1 / 5 | Decoder-vorbereitet, Rauch | Ersatzteile |
| 1995 | LGB 22701 | U Nr. 32 (U.43) | StLB U 43 / 32 | Rauch | Ersatzteile |
| 1993 | LGB 21701 | DR 99 4712 | DR 99 4712 | Rauch | Ersatzteile |
| 1990 | LGB 21711 | Zillertalbahn Nr. 2 (5-stellig) Katalog 1991 nennt auch 21710 |
ZB 2 | Rauch | Ersatzteile |
| 1990 | LGB 2171D | Zillertalbahn Nr. 2 identisch mit 21711 |
ZB 2 | Rauch | Ersatzteile |
| 1988 | LGB 20701 | U Nr. 32 (U.43), neue Ausführung mit Schleifern | StLB U 43 / 32 | Rauch | Ersatzteile |
| 1973 | LGB 2070D | U Nr. 32 (U.43), StLB Murtalbahn Anfangs als 2070 ohne Rauch |
StLB U 43 / 32 | Rauch ab 1972 | Ersatzteile |
| 1972 | LGB 2071D | Zillertalbahn Nr. 2 | ZB 2 | Rauch | Ersatzteile |
| 1972 | LGB 2072D | ÖBB 298.53 (Steyrtalbahn) | ÖBB 298.53 | Rauch ab 1973 | Ersatzteile |
| 1972 | LGB 2073 | Dampflok Reihe U Eurovapor Waldenburgerbahn | Waldenburgerbahn | – | Ersatzteile |
| 1972 | LGB 2073D | U 298.14 / Eurovapor, grün | ÖBB 298.14 | Rauch | Ersatzteile |
| 1971 | LGB 2070 | Dampflok U 43, StLB Murtalbahn | StLB U 43 | – | Ersatzteile |
| 1971 | LGB 2071 | Dampflok Zillertalbahn Nr. 2 | ZB 2 | – | Ersatzteile |
| 1971 | LGB 2072 | Dampflok Reihe U Steyrtalbahn | OeBB | – | Ersatzteile |
Die bosnische Spurweite von 760 Millimetern prägte das Lokalbahnnetz der österreichisch-ungarischen Monarchie. Den Anfang machte 1888 die Steyrtalbahn in Oberösterreich, deren Krauss-Lokomotiven sich im Alltagsdienst bewährten. 1894 folgte die Murtalbahn in der Steiermark, später kamen die Ybbstalbahn, die Bregenzerwaldbahn und ab 1900 die Zillertalbahn von Jenbach nach Mayrhofen dazu. Alle diese Strecken brauchten eine Maschine, die enge Bögen durchfährt und trotzdem genug Last über die Steigungen der Voralpentäler zieht.
Die k.k. Österreichischen Staatsbahnen fassten diese Anforderungen in der Reihe U zusammen. Es ist eine Tenderlok der Bauart C1' n2t: drei gekuppelte Achsen, dahinter eine Laufachse, die mit der letzten Kuppelachse ein Krauss-Helmholtz-Lenkgestell bildet. Damit sind Bogenradien von 60 Metern befahrbar. Die Treibräder haben 800 Millimeter Durchmesser, das Dienstgewicht liegt bei rund 24 Tonnen, die indizierte Leistung bei etwa 220 PS, also ungefähr 160 Kilowatt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 35 Kilometer pro Stunde und entsprach damit dem, was auf Lokalbahnen zugelassen war.
Gebaut wurde die Reihe U von 1894 bis 1922, zuerst von Krauss in Linz, später auch von der StEG, der BMMF in Prag sowie in Wiener Neustadt und Floridsdorf. Die ersten vier Maschinen gingen 1894 an die Murtalbahn. Insgesamt entstanden rund 61 Lokomotiven: 43 für die kkStB, acht für die Niederösterreichischen Landesbahnen, drei für die Friedländer Bezirksbahn und je zwei für die Steiermärkischen Landesbahnen und die Zillertalbahn. Auf 20 Promille Steigung zog eine U noch 90 Tonnen mit 20 Kilometern pro Stunde.
Nach 1938 trugen viele Loks Nummern der Deutschen Reichsbahn im Bereich 99 781 und 99 782, die tschechoslowakischen liefen als ČSD-Reihe U 37.0. Ab 1953 ordnete die ÖBB ihren Bestand in die Reihe 298 ein. Rund 20 Maschinen sind erhalten, mehrere davon betriebsfähig auf Museumsbahnen wie der Steyrtalbahn und der Murtalbahn. Bei der Zillertalbahn steht Lok 1 „Raimund“ als Denkmal in Jenbach, Lok 2 „Zillertal“ ist ebenfalls erhalten. Damit ist die Reihe U bis heute auf mehreren Strecken im Originalzustand zu erleben.
Für LGB begann die Reihe U 1971. In diesem Jahr kamen gleich drei Ausführungen heraus: die 2070D als U 43 beziehungsweise Nr. 32 der Steiermärkischen Landesbahnen auf der Murtalbahn, die 2071D als Zillertalbahn Nr. 2 und die 2072D als ÖBB 298.53 der Steyrtalbahn. Die Murtalbahn-Lok lief anfangs als 2070 ohne Rauchentwickler und bekam den Rauchsatz ab 1972, die Steyrtalbahn-Lok ab 1973. 1973 folgte die 2073D als grüne 298.14; ob sie als Eurovapor-Lok oder als Waldenburger Ausführung zu führen ist, geben die Katalogübersichten unterschiedlich an, das bleibt offen.
Technisch sind zwei Konstruktionsstände zu unterscheiden. Die Modelle von 1971 bis 1973 gehören zur alten Ausführung ohne Schleifer, deren Nachlaufachse teilweise aus Kunststoff gefertigt war. 1988 brachte die 20701 als StLB-Lok Nr. 32 die überarbeitete Ausführung mit Schleifern, auf der alle späteren Varianten beruhen. Vor einer Bestellung lohnt daher der Blick in die Explosionszeichnung der eigenen Lok: Fahrwerk, Stromabnahme und Nachlaufachse unterscheiden sich zwischen den Ständen, während die Gehäuseteile der zweiten Bauform untereinander weitgehend gleich sind.
Ab 1990 wurde die Baureihe in kurzen Abständen neu beschriftet. Die Zillertalbahn Nr. 2 erschien als 2171D und als fünfstellige 21711, beide identisch; der Katalog 1991 nennt zusätzlich die Nummer 21710. 1993 kamen die DR 99 4712 als 21701 und noch einmal die StLB-Lok Nr. 32 als 22701, beide mit Rauch. 2002 folgte die 23701 als NÖLB U 1 Nr. 5, decodervorbereitet und mit Rauchentwickler, 2003 die 20721 als ÖBB 298.56 und 2005 die 22711 als Zillertalbahn Nr. 2 mit MZS-Decoder.
Unter Märklin blieb die Reihe U mit drei durchgehend digitalen Modellen im Programm: 2013 die 25701 als DRG 99 7818 mit DCC-Schnittstelle und Rauch, 2016 die 25702 als ÖBB 298.25 mit mfx/DCC-Decoder, Sound und Rauch und 2020 die 25703 als Zillertalbahn U 2 in gleicher Ausstattung. Für sie gelten die Ersatzteile der zweiten Bauform; Decoder, Lautsprecher und Rauchentwickler kommen als eigene Baugruppen hinzu.
Vorbildangaben nach Wikipedia (kkStB U, Steyrtalbahn 1–6, Zillertalbahn), Austria-Forum und eisenbahn-museumsfahrzeuge.de; Modellangaben nach LGB/Märklin.
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