Das ML-Train Ks-Vorsignal bringt ein bedeutendes Stück moderner deutscher Eisenbahngeschichte auf die heimische Spur-G-Gartenanlage. Um den historischen und betrieblichen Anforderungen einer realistischen Signalfolge gerecht zu werden, empfiehlt sich im Modell ein Aufstellabstand von 1,5 bis 2,5 Metern vor dem zugehörigen Hauptsignal. Dieser Abstand simuliert den realen Bremsweg, der dem Lokführer in der Wirklichkeit die nötige Zeit gibt, einen schweren Zug sicher zum Stehen zu bringen.
Die Geschichte des Ks-Signalsystems:
Nach der deutschen Wiedervereinigung standen die Deutsche Bundesbahn (mit ihrem westdeutschen H/V-System) und die Deutsche Reichsbahn (mit dem ostdeutschen Hl-System) vor der Herausforderung, ein einheitliches, zukunftssicheres Signalsystem zu schaffen. Das Ergebnis war das ab 1993 eingeführte Ks-System (Kombinationssignal). Es revolutionierte die Signaltechnik durch enorme Vereinfachung: Ein einziger Signalschirm reichte nun aus, um Vor- und Hauptsignalfunktionen zu vereinen. Das Vorsignal übernahm dabei die essenzielle Rolle, dem Triebfahrzeugführer die Situation am nächsten Hauptsignal frühzeitig anzukündigen.
Signalbegriffe im Detail: Das Signal stellt folgende Signalbilder dar:
- Ks 1: Ruhiges grünes Licht – Ankündigung Fahrt mit Streckengeschwindigkeit
- Ks 2: Ruhiges gelbes Licht – Ankündigung Halt am nächsten Hauptsignal
- Zs 3v: Blinkendes grünes Licht – Vorankündigung einer Geschwindigkeitsbeschränkung
- Kennlicht: Gedimmtes weißes Licht – Signalisierung von Abschaltung oder verkürztem Bremsweg
- vBw: Zusatzlicht in Kombination mit gelbem oder blinkendem grünem Licht – Signalbild verkürzter Bremsweg
- Störung: Vordefiniertes Fehlerbild (dunkles Signal oder Blinkmuster) – Simulation eines technischen Defekts
Historische Zugsicherung (PZB) inklusive:
In den 1930er Jahren begann in Deutschland der Siegeszug der Induktiven Zugsicherung (Indusi), um Unfälle durch übersehene Signale zu verhindern. Das Modell überträgt dieses lebensrettende System mittels einer integrierten Infrarot-Zugbeeinflussung auf die Modellbahn. Eine im Gleisbett montierte IR-Sendediode fungiert als historischer 1000-Hz-Magnet: Zeigt das Vorsignal "Halt erwarten" (Ks 2), wird automatisch ein Bremsbefehl an die passierende Lokomotive gesendet. Eine clevere Richtungslogik verhindert dabei, dass Züge aus der Gegenrichtung fälschlicherweise beeinflusst werden.
Authentischer Lieferumfang:
Neben der IR-Sendediode zur Gleisbett-Montage ist das Signal zwingend mit der am Mast befestigten Vorsignaltafel (Ne 2) ausgestattet. Diese weiße Tafel mit dem markanten schwarzen Rand und Kreuz ist seit den frühen Tagen der deutschen Eisenbahn das unverwechselbare Kennzeichen eines Vorsignals. Zusammen mit dem typisch grünen Mast entspricht das Modell damit bis ins kleinste Detail der Optik der realen Eisenbahninfrastruktur.
Bauanleitung
Bedienungsanleitung