LGB Dampflok Schleifkontakte richtig austauschen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Erfahren Sie, wie Sie Schleifkontakte Ihrer LGB Dampflok fachgerecht austauschen, um eine optimale Stromaufnahme und Fahrleistung sicherzustellen.
Weiterlesen →Diese Kategorie führt die Ersatzteile der drei älteren LGB-Ausführungen der Zahnrad-Dampflok HG 3/3 der SBB-Brünigbahn. Alle drei fahren auf Adhäsions- und Zahnstangengleis und teilen dieselbe Grundkonstruktion; sie unterscheiden sich in Betriebsnummer und Elektronik.
| Jahr | Artikel | Modell | Betriebsnummer | Ausstattung | Zeichnung |
|---|---|---|---|---|---|
| 2005 | LGB 21471 | SBB HG 3/3 1068 mit MZS-Decoder | SBB 1068 | MZS-Decoder, Rauch | – |
| 2005 | LGB 21470 | SBB HG 3/3 1068 | SBB 1068 | Rauch | – |
| 1998 | LGB 20471 | SBB HG 3/3 1067 (Ballenberg) | SBB 1067 | Rauch | Zeichnung (PDF) |
Bei diesen Modellen gibt es eine Besonderheit, die man kennen sollte: ihre Unterlagen nennen keine Bestellnummern. Für die 20471 gibt es ein Blatt mit der Zeichnung und Positionsnummern, für die 21470 und 21471 nur eine gemeinsame Bedienungsanleitung. Wie Sie trotzdem zum richtigen Teil kommen, steht unter den Artikeln.
Alle fünf LGB-Ausführungen der HG 3/3 sind baugleich. Deshalb stehen hier nicht nur die wenigen Teile, die eine eigene Nummer dieser drei Loks tragen, sondern die Ersatzteile der ganzen Reihe – auch die der jüngeren 22470 und 20275. Was dort passt, passt auch hier.
Die 22470 (2011) und die 20275 (2022) haben zusätzlich eigene Kategorien, weil ihre Blätter Bestellnummern führen.
Die Brünigbahn verbindet auf 74 Kilometern Luzern mit Interlaken Ost. Sie ist meterspurig und wurde ab dem 14. Juni 1888 abschnittweise eröffnet; die letzte Lücke zwischen Brienz und Interlaken schloss sich 1916. Zwischen Giswil und Meiringen überwindet die Strecke den Brünigpass – dort liegen Zahnstangenabschnitte, auf denen ein gewöhnliches Triebfahrzeug nicht weiterkommt.
Für diese Strecke beschafften die SBB ab 1905 bei der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik in Winterthur die Zahnrad-Dampflok HG 3/3. Bis 1910 kamen 17 Maschinen in Dienst, 1926 folgte eine achtzehnte; nummeriert wurden sie 1051 bis 1068. Die dreiachsigen Nassdampfloks leisteten rund 400 PS und fuhren 40 km/h im Adhäsions- sowie 13 km/h im Zahnradbetrieb. Beheimatet waren sie in Meiringen.
Technisch sind es Nassdampfloks nach dem System Winterthur mit vier übereinander angeordneten Zylindern: Ein Triebwerk treibt die Räder an, das zweite über ein Vorgelege das Zahnrad. Die Zahnstangenabschnitte am Brünig folgen dem System Riggenbach und steigen bis zu 120 Promille, während die Adhäsionsabschnitte höchstens 30 Promille erreichen. Ein praktischer Vorteil der Maschinen war, dass sie auch mit der Rauchkammer voran bergab fahren konnten – ein Wenden auf der Passhöhe entfiel damit. Genau diese Doppelfunktion macht das Modell aus: es fährt auf Adhäsions- und auf Zahnstangengleis.
Mit der Elektrifizierung der Brünigbahn 1941 und 1942 verloren die Maschinen ihre Hauptaufgabe. Einzelne blieben bis 1965 als Reserve im Bestand, die übrigen wurden verschrottet. Drei Lokomotiven sind erhalten: die 1067 kam 1972 zur Ballenberg-Dampfbahn und fährt dort bis heute, die 1068 gelangte im Jahr 2000 ebenfalls dorthin, wurde aber am 16. November 2013 bei einem Brand schwer beschädigt.
LGB brachte die HG 3/3 1998 als 20471 heraus, als Lok 1067 im Zustand der Ballenberg-Dampfbahn und mit Rauchgenerator. 2005 folgte die Schwesterlok 1068 gleich zweimal: als 21470 in analoger Ausführung und als 21471 mit MZS-Decoder. Technisch sind alle drei dieselbe Konstruktion – wer ein mechanisches Teil sucht, kann deshalb auch bei den jüngeren Ausführungen 22470 und 20275 nachsehen. Bei Elektronik und Decoder gilt das nicht.
Für die 20471 gibt es ein Blatt von Ernst Paul Lehmann, das Blatt 20471-1. Es zeigt die Zeichnung mit nummerierten Positionen, aber keine Tabelle mit Bestellnummern – so war es in der Lehmann-Zeit üblich. Lehmann schreibt dazu selbst: „Geben Sie bei der Bestellung eines Ersatzteils bitte die Nummer der Zeichnung oben auf dieser Seite und die Nummer des Teils auf der Zeichnung an." Also:
Für die 21470 und die 21471 gibt es gar keine Explosionszeichnung, nur eine gemeinsame Bedienungsanleitung der Serie 2147x. Hier hilft der Vergleich mit dem Blatt der 20471: Die Loks sind baugleich, die Positionsnummern passen. Nennen Sie uns in diesem Fall Ihre Artikelnummer und die Position aus dem 20471er Blatt.
Unter den eigenen Nummern dieser drei Loks führt der Shop nur noch drei Teile, alle als Rarität: die beiden Kontaktdrähte links und rechts und das Verbindungskabel zur Elektronik. Das ist aber nicht die ganze Auswahl – weil alle fünf Ausführungen baugleich sind, finden Sie hier auch die Teile der 22470 und der 20275: Schornstein, Lampen, Pfeife, Griffstangen, Mittelachslager, Motor mit Schnecke, Radsätze, Gestänge und Schwingstangen, Bremstrommel, Dampfleitung und Rauchgenerator.
Die Verschleißteile dagegen gibt es weiterhin, und sie stehen in dieser Kategorie vorn: Schleifkontakte und das Kontakte-Set, Kupplungen, Kupplungshaken, Kupplungsbügel und -federn, Lampengläser und Lampenringe, Verdampfer samt Abdeckung, Lautsprecher sowie Schrauben und Beilagscheiben. Diese Teile passen über alle fünf Ausführungen der HG 3/3 hinweg.
Beim Zahnradantrieb lohnt ein Blick auf Schnecke und Zwischenrad sowie auf das Mittelachslager – sie tragen bei dieser Lok mehr als bei einer reinen Adhäsionsmaschine. Wenn eine lange abgestellte Lok ruckelt, liegt es aber auch hier meist an den Schleifkontakten; die sind schnell getauscht und kosten wenig.
Vorbildangaben nach Wikipedia (SBB HG 3/3, Brünigbahn) und de-academic.com · Modellangaben nach LGB/Märklin · Zeichnungen und Ersatzteillisten © Gebr. Märklin & Cie. GmbH
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