Wismarer Schienenbus – die älteren LGB-Modelle
Diese Kategorie führt die Ersatzteile der älteren LGB-Ausführungen des Wismarer Schienenbusses Typ Hannover, dem Fahrzeug mit den beiden Motorvorbauten, das jeder nur das Schweineschnäuzchen nennt. Alle drei Modelle stammen aus der Lehmann-Zeit und laufen auf demselben C-Getriebe.
| Jahr | Artikel | Modell | Bahn / Betriebsnummer | Ausstattung | Zeichnung |
|---|---|---|---|---|---|
| 2003 | LGB 22660 | DR-Schienenbus VT 133 525 | DR VT 133 525 | Digital/Decoder (MZS) | Zeichnung (PDF) |
| 1998 | LGB 21660 | Schienenbus Borkumer Kleinbahn T 2 | BKB T 2 | analog, Jägermeister-Werbung | Zeichnung (PDF) |
| 1981 | LGB 2066 | Wismarer Schienenbus Typ Hannover | DEV T 41 | analog | Zeichnung (PDF) |
Bei diesen Blättern gibt es eine Besonderheit: sie führen keine Bestellnummern. Bestellt wurde über die Nummer der Zeichnung und die Positionsnummer des Teils. Wie Sie damit zum richtigen Ersatzteil kommen, steht unter den Artikeln.
Für dieselben Fahrzeuge gibt es außerdem ein Ersatzteilblatt unter der Nummer 20660 aus dem Jahr 1993. Ein eigenes Modell mit dieser Nummer ist nicht belegt – die Teile dazu finden Sie ebenfalls hier.
Die neueren Ausführungen 23660, 24660, 24661 und 24662 haben eigene Kategorien: ihre Blätter nennen Bestellnummern, und die Elektronik ist eine andere.
Produkte
Zahnrad mit Welle und Schnecke Teilenummer 66 Diesellok Triebwagen LGB
Kühler Diesellok Triebwagen LGB 20660-E032
Schraube V2A 20 Stück 3,0 x 9,5 mm ML-Train
Set-Griffstangen 12 teilig Triebwagen Wismar LGB 29655-M007
Fenstereinsatz-Set für Spur-G LGB 24662 Wismarer Schienenbus
Schleifschuh mit Schleiferkohle - Wartungs-Set...
Antriebsachse schwarz B-Getriebe Radkranz Edelstahl Spur-G ML-Train
Schraube V2A 20 Stück 3,0 x 6,5 mm ML-Train
Schleiferkohle 16 mm für C-Getriebe 4 Stück ML-Train
Kupplungsset Wagen Spur-G ML-Train
C-Getriebe-Wartungs-Set für LGB Spur-G - Schleifkontakte & Schleiferkohlen 16 mm ML-Train
Schleiferkohle 16 mm Spur-G für C-Getriebe LGB ML-Train
Set-Steckteile 10 teilig Triebwagen Schweineschnäuzchen 24660-M001
Decoder-Sound-Set SX6 Wismarer Triebwagen ML-Train
Reparatur-Set LGB C-Getriebe ML-Train
Motor mit Haltering Triebwagen Schweineschnäuzchen 24660-M003
2 Stk. Zahnrad für LGB C-Getriebe ML-Train
Schleifkontakte-Set wie LGB 63218 ML-Train
Schleiferkohle 16 mm für C-Getriebe eingepresst ML-Train
Manschette Motorhaube Teilenummer 33 Schweineschnäuzchen LGB
Scheibenwischer für Diesellok Schweineschnäuzchen LGB 24660-M005
Flutlichtleiter-Set für Diesellok Schweineschnäuzchen LGB 24660-M006
Fahrer sitzend für Diesellok Schweineschnäuzchen LGB 24660-M010
PT-Schraube 20 Stück 3,0 x 19 mm ML-Train
Loksteckdose Verschlusskappe 2 Stück ML-Train
Antrieb ohne Schleifschuhe hinten Diesellok Schienenbuswagen 24661-M014
Feder für Achslager LGB C-Getriebe ML-Train
Antrieb mit Schleifschuhe vorne Diesellok Schienenbuswagen 24661-M018
10x Schleifkontakt Großpackung für LGB-Loks der Spur-G ML-Train
4 Sets Kupplungshaken ML-Train
Das Vorbild: ein Triebwagen für sechs Fahrgäste
Anfang der 1930er Jahre suchten die deutschen Kleinbahnen nach einer Möglichkeit, ihren Personenverkehr in schwach besetzten Zeiten billiger abzuwickeln. Ein Dampfzug mit Lokomotive und zwei Wagen war für eine Handvoll Fahrgäste schlicht zu teuer. In Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landeskleinbahnamt entwickelte die Waggonfabrik Wismar dafür den Typ Hannover, einen leichten zweiachsigen Triebwagen. Er kostete mit rund 25.000 Reichsmark etwa die Hälfte eines gewöhnlichen Triebwagens und arbeitete bereits ab sechs zahlenden Fahrgästen wirtschaftlich.
Auffällig waren die beiden langen Motorvorbauten an den Wagenenden, denen das Fahrzeug seine Spitznamen Schweineschnäuzchen und Ameisenbär verdankt. In jedem Vorbau saß ein Benzinmotor für eine Fahrtrichtung, zunächst ein Ford AA mit 40 PS, ab 1935 ein Ford BB mit 50 PS. Damit erreichte der Wagen 50 beziehungsweise 60 Kilometer pro Stunde. Der verschweißte Rahmen aus durchbrochenen Gitterlangträgern hielt die Leermasse bei 5,8 bis 6,6 Tonnen. Ersatzteile für den Antrieb gab es seinerzeit bei jedem Ford-Händler – ein Gedanke, der zu dieser Kategorie passt.
Zwischen 1932 und 1941 entstanden 57 Triebwagen und zwei Beiwagen in den Spurweiten 750, 900, 1000 und 1435 Millimeter. Den Anfang machte 1932 ein Wagen für die Kleinbahn Lüneburg–Soltau; es folgten unter anderem die Steinhuder Meer-Bahn, die Borkumer Kleinbahn, die Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn und die Prignitzer Kreiskleinbahnen. 25 Fahrzeuge gingen an spanische Privatbahnen. Später reihten Deutsche Reichsbahn und Deutsche Bundesbahn erhaltene Wagen als VT 133, VT 135 und VT 89 ein.
Die drei Modelle dieser Kategorie
LGB führt den Schienenbus seit 1981 im Programm. Den Anfang machte die analoge 2066, die den meterspurigen T 41 des Deutschen Eisenbahn-Vereins zeigt. 1998 folgte mit der 21660 der Borkumer T 2 in der auffälligen Jägermeister-Werbelackierung – das Vorbild gilt seit 2001 als verschollen. 2003 kam die 22660 als VT 133 525 der Deutschen Reichsbahn, die erste Ausführung mit Decoder für das Mehrzugsystem. Von ihr gibt es zwei Konstruktionsstände, 22660-1 und 22660-2.
Daneben steht die Nummer 20660. Unter ihr gibt es ein Ersatzteilblatt von 1993 für denselben DEV-Wagen, und etliche Ersatzteile im Shop tragen sie. Ein eigenes Modell dieser Nummer ist weder im LGB-Buch noch in einer Preisliste belegt – es ist eine Blattnummer, kein Katalogmodell. Wer ein Teil unter 20660 sucht, ist hier richtig.
Wie Sie bei diesen Blättern das richtige Teil finden
Die Blätter dieser drei Modelle stammen von Ernst Paul Lehmann und sind anders aufgebaut als die späteren Märklin-Listen: Sie zeigen die Zeichnung mit nummerierten Positionen, aber keine Tabelle mit Bestellnummern. Auf der ersten Seite steht dazu der Satz „Geben Sie bei der Bestellung eines Ersatzteils bitte die Nummer der Zeichnung oben auf dieser Seite und die Nummer des Teils auf der Zeichnung an." Genau so gehen Sie am besten vor:
- Bestimmen Sie die Artikelnummer Ihres Modells – sie steht auf der Verpackung oder am Fahrzeugboden.
- Öffnen Sie das passende Blatt und suchen Sie das Teil in der Zeichnung.
- Notieren Sie beides: die Blattnummer oben links und die Positionsnummer am Teil.
- Mit diesen zwei Angaben finden wir das Teil – oder sagen Ihnen, ob es noch lieferbar ist.
- LGB 2066 (PDF) – Blatt 2066-1, gilt für die erste Ausführung von 1981
- LGB 20660 (PDF) – Blatt 20660-1 von 1993, derselbe DEV-Wagen unter fünfstelliger Nummer
- LGB 21660 (PDF) – Blatt 21660-1, Borkumer T 2
- LGB 22660 (PDF) – Blätter 22660-1 und 22660-2, dazu die Bedienungsanleitung (PDF)
Was es noch gibt und was zuerst verschleißt
Antrieb und Getriebe sind bei allen Ausführungen dieselben: ein C-Getriebe mit Schleifkontakten und Schleiferkohlen. Diese Verschleißteile gibt es weiterhin, ebenso Kupplungen, Kupplungshaken und das Reparatur-Set für das C-Getriebe. Sie stehen in dieser Kategorie oben und passen über alle Baujahre hinweg – auch an die neueren Modelle.
Anders sieht es bei den Gehäuseteilen aus. Türen, Dachlaufbretter, Galerien, Stirnteile, Motorhauben, Platinen und die montierten Fahrwerke sind modellgebunden und fast durchweg ausgelaufen; sie stehen in der Liste grau und sind nur noch zu haben, solange ein Restbestand da ist. Zwei Teile lohnen den Blick: das Zahnrad mit Welle und Schnecke und der Kühler sind als Raritäten geführt, also nicht mehr nachproduziert.
Fehlt ein Gehäuseteil ganz, hilft oft der Vergleich mit den Schwestermodellen: Die Rohbauten der Lehmann-Ausführungen unterscheiden sich vor allem in Farbe und Beschriftung, nicht in der Form. Wer sein Fahrzeug wieder in Gang bringen will, kommt dagegen fast immer mit den Getriebeteilen aus – ein Satz Schleiferkohlen und ein Kontaktteile-Set bringen einen lange abgestellten Schienenbus meist zurück ins Rollen.
Vorbildangaben nach Wikipedia (Wismarer Schienenbus, Waggonfabrik Wismar, Borkumer Kleinbahn) · Modellangaben nach LGB/Märklin · Zeichnungen und Ersatzteillisten © Gebr. Märklin & Cie. GmbH
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