LGB Lok Motor wechseln: Anleitung für den richtigen Austausch
Motor wechseln bei LGB Loks: Die richtigen Ersatzmotoren finden
Ein defekter oder verschlissener Motor ist bei Lokomotiven der Spur G der häufigste Grund für eine umfassende Reparatur. Wer die Lok selbst öffnet, spart Zeit und Versandkosten. Entscheidend ist jedoch, dass der neue Motor exakt zur Baureihe passt. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie beim Motorwechsel an einer LGB-Lok systematisch vorgehen und worauf Sie bei der Auswahl des Ersatzmotors achten müssen.
Wie wechsle ich den Motor einer LGB Lok richtig?
Bevor Sie mit der Demontage beginnen, sollten Sie die Lok von der Stromversorgung trennen. Arbeiten Sie auf einer sauberen, ebenen Unterlage und legen Sie kleine Schrauben in eine Schale, damit nichts verloren geht. Fotografieren Sie jeden Demontageschritt, insbesondere die Lage der Kabel und Kontakte.
Der typische Ablauf gliedert sich wie folgt:
- Entfernen Sie das Gehäuse bzw. die Gehäuseteile gemäß der Herstellerangaben und lösen Sie die Verbindung zum Fahrwerk.
- Trennen Sie die Motorkabel von der Platine oder den Schleifkontakten. Notieren Sie die Polung, da eine Vertauschung die Fahrtrichtung umkehrt oder den Decoder beschädigen kann.
- Lösen Sie die Befestigungsschrauben des Motors bzw. den Motorhalter. Achten Sie darauf, ob Zahnräder, Schwungmassen oder Kardanwellen auf der Motorwelle sitzen.
- Übertragen Sie gegebenenfalls Ritzel, Schwungmasse und Lagerteile auf den neuen Motor. Verwenden Sie dafür einen passenden Abzieher, um die Achse nicht zu verbiegen.
- Montieren Sie den Ersatzmotor spielfrei und ohne Verspannung im Fahrwerk. Ein klemmender Motor überlastet die Getriebestufe und verkürzt die Lebensdauer.
- Verbinden Sie die Kabel erneut gemäß Ihrer Notiz und führen Sie vor dem Zusammenbau einen Funktionstest auf dem Gleis durch.
Die richtigen Ersatzmotoren finden
Die Auswahl des richtigen Motors richtet sich nach drei Kriterien: Baureihe und Bauform, Anschlussgeometrie sowie elektrische Kenndaten. Ein Motor, der optisch passt, kann elektrisch oder mechanisch ungeeignet sein.
Prüfen Sie zunächst die Typenbezeichnung der Lok, die Sie meist auf der Unterseite oder im Inneren des Gehäuses finden. Vergleichen Sie diese mit den Kompatibilitätsangaben des Ersatzteils. Achten Sie besonders auf folgende Merkmale:
- Abmessungen und Befestigungspunkte des Motors
- Durchmesser und Länge der Motorwelle sowie Position des Ritzels
- Betriebsspannung und Nennleistung im Vergleich zum vorhandenen Motor
- Art der Kontaktierung (Litzen, Steckverbindung oder Lötpunkte)
- Eventuell vorhandene Schwungmasse oder Lüftungsbohrungen
Bei digital gesteuerten Loks ist zusätzlich die Kompatibilität mit dem eingebauten Decoder zu prüfen. Ein Motor mit abweichenden Kenndaten kann die Regelung stören und zu ruckartigem Fahrverhalten führen.
Fehlerquellen vermeiden
Die häufigsten Probleme nach einem Motorwechsel entstehen durch falsche Polung, ein verspanntes Fahrwerk oder unzureichend gereinigte Kontakte. Kontrollieren Sie daher nach dem Einbau, ob sich der Motor frei drehen lässt, und prüfen Sie die Fahrtrichtung bei niedriger Geschwindigkeit. Bei Gartenbahnen im Freien sollten alle Steckverbindungen zudem sorgfältig gegen Feuchtigkeit geschützt werden, da dies die Wetterfestigkeit der Anlage insgesamt beeinflusst.
Falls Sie unsicher sind, ob ein Ersatzmotor zu Ihrer Lok passt, prüfen Sie dies anhand der Artikelspezifikationen oder den Kompatibilitätsangaben unseres Ersatzteilbereichs. Im Modell-Land Wiki finden Sie zudem ausführliche Demontageanleitungen, und in den Anleitungsvideos sehen Sie die einzelnen Arbeitsschritte in Echtzeit. Unser Forum bietet darüber hinaus die Möglichkeit, konkrete Fragen zu Ihrer Baureihe von erfahrenen Modellbahnern beantworten zu lassen.
Fazit
Ein Motorwechsel an einer LGB-Lok gelingt mit sorgfältiger Vorbereitung, dokumentierter Demontage und einer präzisen Auswahl des Ersatzmotors. Vergleichen Sie Baureihe, Abmessungen und elektrische Kenndaten, bevor Sie bestellen. So stellen Sie sicher, dass Ihre Gartenbahn-Lok nach der Reparatur zuverlässig und detailgetreu ihren Dienst verrichtet.
Schritt für Schritt: Motor und Getriebe richtig austauschen
Wer den Motor einer Lokomotive wechselt, sollte den Vorgang strukturiert angehen. Dieser Leitfaden beschreibt die grundlegende Vorgehensweise, damit Sie wissen, worauf es ankommt. Die konkreten Demontage- und Montageschritte unterscheiden sich je nach Lokmodell und Baujahr. Verbindliche Einzelanleitungen finden Sie daher im kostenlosen Modell-Land Wiki sowie in unseren Anleitungsvideos auf YouTube. Dort sind die Arbeitsschritte für zahlreiche Modelle dokumentiert.
Die Frage wie wechsle ich den Motor einer LGB Lok richtig lässt sich vollständig beantworten, sobald Sie das passende Modell und die zugehörige Anleitung identifiziert haben. Die folgenden Abschnitte geben Ihnen die Orientierung für Vorbereitung, Ausbau, Einbau und Funktionsprüfung.
1. Vorbereitung und Materialbedarf
Bevor Sie mit der Demontage beginnen, sollten Sie die Lok vollständig vom Gleis nehmen und die Stromzufuhr trennen. Arbeiten Sie auf einer sauberen, ebenen Unterlage mit ausreichender Beleuchtung. Kleinteile wie Schrauben, Federn und Kontaktelemente sind leicht zu verlieren. Legen Sie sie in einer Ablageschale oder auf einer Matte getrennt nach Baugruppen ab.
Prüfen Sie vor dem Öffnen des Gehäuses, welche Schraubengrößen und Werkzeuge das Modell benötigt. Ein passender Kreuzschlitz- oder Torx-Schraubendreher verhindert Beschädigungen an den Schraubköpfen. Halten Sie außerdem Kontaktspray, Fett für Getriebe und einen Multimeter bereit, falls Sie nach dem Einbau die Stromaufnahme kontrollieren möchten.
Fotografieren Sie jeden Demontageschritt. Die Aufnahmen dienen später als Referenz für die korrekte Lage von Kabeln, Steckverbindungen und Distanzscheiben. Diese Dokumentation ist besonders bei älteren Modellen hilfreich, bei denen die Konstruktion vom aktuellen Standard abweicht.
2. Ausbau des alten Motors
Lösen Sie zunächst das Gehäuse bzw. die Gehäuseschalen. Bei den meisten Gartenbahnlokomotiven sind diese über Schrauben am Fahrwerk befestigt. Entfernen Sie anschließend die Verbindungen zwischen Motor, Platine oder Decoder und den Stromabnehmern. Dokumentieren Sie vor dem Lösen jeder Lötstelle oder Steckverbindung die Position. Lötstellen sollten nur bei Bedarf und mit geeignetem Lötkolben getrennt werden, um Schäden an den Leiterbahnen zu vermeiden.
Danach wird der Motor vom Getriebe gelöst. Achten Sie darauf, ob das Antriebszahnrad mit einer Madenschraube oder einem Sicherungsring fixiert ist. Ein Abziehen ohne vorheriges Lösen dieser Sicherung kann das Getriebe oder die Welle beschädigen. Prüfen Sie zugleich den Zustand der Zahnräder und der Lagerstellen auf Verschleiß oder Verschmutzung.
3. Einbau des neuen Motors
Vergleichen Sie vor dem Einbau Bauform, Wellendurchmesser und Anschlussart des neuen Motors mit dem Originalteil. Motoren aus dem Modell-Land Ersatzteilsortiment sind auf Kompatibilität mit den entsprechenden Lokmodellen geprüft. Bei Abweichungen oder Unsicherheiten empfehlen wir die Rücksprache über das Kundenforum, bevor Sie montieren.
Setzen Sie den Motor so in das Fahrwerk ein, dass die Antriebswelle korrekt in das Getriebe greift. Ziehen Sie die Befestigungsschrauben gleichmäßig an, ohne den Motor zu verspannen. Die Zahnräder sollten sich leichtgängig drehen lassen. Schwergängigkeit deutet auf eine fehlerhafte Ausrichtung hin und sollte vor dem Schließen des Gehäuses behoben werden.
Stellen Sie die elektrische Verbindung her. Die Polung der Motoranschlüsse bestimmt die Fahrtrichtung. Orientieren Sie sich dabei an der Belegung des Originalmotors, die Sie vor dem Ausbau dokumentiert haben, oder an den Angaben in der Wiki-Anleitung für Ihr Modell. Vertauschte Anschlüsse führen zu einer umgekehrten Fahrtrichtung, lassen sich aber in der Regel durch Umpolen korrigieren. Verwenden Sie ausschließlich Verbindungen, die für die vorhandene Lötung oder Steckung vorgesehen sind.
4. Funktionsprüfung vor dem Schließen
Bevor Sie das Gehäuse wieder schließen, führen Sie eine Funktionsprüfung auf dem Prüfgleis durch. Lassen Sie die Lok langsam vorwärts und rückwärts fahren und achten Sie auf ungleichmäßige Geräusche, Ruckeln oder Stillstand in bestimmten Stellungen. Prüfen Sie die Stromaufnahme, wenn Sie über ein Messgerät verfügen. Ein Anstieg gegenüber den Herstellerangaben kann auf eine Verspannung oder einen Kurzschluss hinweisen.
Kontrollieren Sie zudem alle Funktionen, die an der Lok verfügbar sind, etwa Beleuchtung oder Geräusche. Diese Prüfung erleichtert die Fehlersuche, da der Zustand vor dem Zusammenbau noch zugänglich ist.
5. Abschluss und Wartung
Nach erfolgreicher Prüfung montieren Sie das Gehäuse in umgekehrter Reihenfolge der Demontage. Achten Sie darauf, dass keine Kabel eingeklemmt werden. Schmieren Sie die Getriebeteile nur mit dem vom Hersteller empfohlenen Fett und vermeiden Sie überschüssiges Schmiermittel, das Staub anzieht.
Eine sorgfältige Dokumentation des Austauschs, etwa in Form der Fotos aus dem Arbeitsprozess, erleichtert künftige Wartungsarbeiten erheblich. Bei Fragen zu einzelnen Modellen steht Ihnen das Modell-Land Expertenteam über das Forum und das Wiki zur Verfügung. Für die konkrete Demontage Ihres Modells konsultieren Sie bitte das passende Video-Tutorial oder den Wiki-Artikel, bevor Sie beginnen.
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Probleme nach dem Motorwechsel und Ersatzteile
Ein Motorwechsel an einer LGB-Lokomotive ist eine präzise Arbeit, bei der bereits kleine Abweichungen zu Fehlfunktionen führen können. Wer den Motor einer LGB Lok richtig wechseln möchte, sollte nach dem Einbau systematisch prüfen, ob Mechanik, Stromabnahme und Antrieb korrekt zusammenwirken. Der folgende Abschnitt beschreibt die typischen Probleme nach dem Austausch, deren Ursachen und die Ersatzteile, mit denen sie sich beheben lassen.
Typische Probleme nach dem Motorwechsel
Die häufigsten Störungen lassen sich meist auf wenige Ursachen zurückführen. Eine systematische Prüfung in der richtigen Reihenfolge spart Zeit und verhindert, dass Bauteile unnötig getauscht werden.
- Lok läuft nicht an: Stromabnahme über Radsätze und Kohlebürsten prüfen, Polung des Motors kontrollieren.
- Ruckelnder oder ungleichmäßiger Lauf: Zahnräder auf Spiel und Fluchtung kontrollieren, Motorlagerung nachjustieren.
- Erhöhte Geräuschentwicklung: Zahnradeingriff prüfen, Schmierung mit geeignetem Fett ausführen.
- Motor wird übermäßig warm: Übersetzung und Mechanik auf Schwergängigkeit untersuchen, Lagerstellen kontrollieren.
- Richtungswechsel fehlerhaft: Polungsanschlüsse und Decoder-Konfiguration überprüfen, sofern digitale Steuerung verbaut ist.
Ursachen im Detail
Mechanische Probleme entstehen meist durch falsche Motorlage oder unsauberen Zahnradeingriff. Ist der Achsabstand zwischen Motorritzel und Zahnrad zu groß oder zu klein, entstehen entweder Spiel mit Klappergeräuschen oder erhöhte Reibung mit Hitzeentwicklung. Ebenso kritisch ist eine Verspannung des Motorgehäuses im Rahmen. Der Motor sollte spannungsfrei montiert werden, damit die Lagerstellen nicht unter Zwang arbeiten.
Elektrische Ursachen liegen häufig in der Stromführung. Lose Lötstellen, oxidierte Kontaktflächen oder beschädigte Kabel verursachen Aussetzer, die oft fälschlicherweise dem Motor zugeschrieben werden. Vor einem Austausch von Bauteilen sollte daher stets die gesamte Stromkette von der Schiene über die Radsätze bis zum Motoranschluss geprüft werden.
Prüfreihenfolge nach dem Einbau
Für eine strukturierte Fehlersuche empfiehlt sich folgende Reihenfolge:
- Sichtprüfung aller Steckverbindungen und Lötstellen auf korrekten Sitz.
- Freilauf der Mechanik von Hand prüfen, bevor Spannung angelegt wird.
- Stromführung mit einem Multimeter messen, um Unterbrechungen auszuschließen.
- Probelauf auf Testgleis mit niedriger Geschwindigkeit durchführen.
- Laufgeräusche und Temperatur nach mehreren Minuten Betrieb kontrollieren.
Ersatzteile gezielt auswählen
Modell-Land führt über 6000 Ersatzteile ab Lager, sodass sich fehlende oder beschädigte Komponenten in der Regel kurzfristig beschaffen lassen. Bei der Auswahl sollte stets auf die exakte Artikelnummer der Lokomotive und die Kompatibilität des Ersatzteils geachtet werden. Die Angabe "LGB-kompatibel" bezieht sich auf die Passform und Schnittstelle, nicht auf eine Garantie für abweichende Modellvarianten. Im Zweifel hilft das Expertenteam mit einem Abgleich der Artikelspezifikationen weiter.
Für die Eigenmarke ML-Train gilt dieselbe Vorgehensweise: Vor dem Kauf sollten Modellbezeichnung und Baujahr geprüft werden, um Fehlkäufe zu vermeiden. Das kostenlose Wiki und die Anleitungsvideos auf YouTube zeigen die Einbausituation im Detail und erleichtern die Zuordnung der richtigen Teile.
Wichtiger Sicherheitshinweis
Warnung: Kleinteile. Motorbürsten, Zahnräder, Schrauben, Lagerbuchsen und Kabelschuhe sind Kleinteile. Sie sind für Kinder unter 36 Monaten nicht geeignet und müssen außerhalb ihrer Reichweite aufbewahrt werden. Verschluckungsgefahr besteht bei allen losen Bauteilen. Arbeiten Sie an einem sauberen, übersichtlichen Arbeitsplatz und bewahren Sie demontierte Teile in beschrifteten Behältern auf.
Der richtige Umgang mit Ersatzteilen entscheidet langfristig über die Betriebssicherheit und Lebensdauer Ihrer Lokomotive. Eine sorgfältige Montage, eine nachvollziehbare Fehlersuche und der Einsatz passender Originalteile bilden die Grundlage für einen zuverlässigen Betrieb auf Ihrer Gartenbahn in Spur G.
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Zusatzinfos: Kunststoffring, Antriebe und komplette Getriebe
Wer den Motor einer LGB-Lokomotive wechseln möchte, sollte vorab klären, welche Komponenten tatsächlich betroffen sind. Bei Spur-G-Fahrzeugen dieser Bauart sind Antrieb, Getriebe und Stromabnahme eng miteinander verzahnt. Eine saubere Vorbereitung verhindert Folgeschäden an Zahnrädern, Lagern und Kontakten und spart unnötige Nacharbeit an der Anlage.
Antriebsarten im Überblick
Je nach Lokomotive kommen unterschiedliche Antriebskonzepte zum Einsatz. Typisch sind Motoren mit Stirnradgetriebe, bei denen die Kraft über mehrere Zahnradstufen auf die Achsen übertragen wird. Ältere Modelle arbeiten teils mit einfacheren Übersetzungen. Vor dem Ausbau sollten Sie daher das Getriebe identifizieren und prüfen, ob Motor und Getriebe als Einheit getauscht werden oder ob sich der Motor separat lösen lässt.
Ersatzmotoren sind in der Regel über die Artikelnummer des Originalherstellers zuzuordnen. Achten Sie auf Baugröße, Anschlussgeometrie und Wellendurchmesser, damit der Motor ohne mechanische Nacharbeit passt.
Der Kunststoffring am Getriebe
Bei zahlreichen Spur-G-Antrieben sitzt ein Kunststoffring als Abstandhalter oder Lagerelement zwischen Motor und Getriebegehäuse. Dieser Ring beeinflusst die Ausrichtung der Zahnräder und die Laufruhe. Beim Demontieren gilt daher:
- Ring vor dem Lösen der Schrauben in seiner Lage markieren
- Bruchgefahr durch Hebeln mit Schraubendreher vermeiden
- Bei Beschädigung Ersatzteil bestellen, nicht wiederverwenden
- Beim Einbau auf korrekten Sitz und Spielfreiheit achten
Ein falsch sitzender Kunststoffring führt zu erhöhtem Verschleiß und Geräuschentwicklung, die sich oft erst nach einigen Betriebsstunden zeigt.
Getriebe vollständig erneuern oder nur den Motor tauschen
Ein Motorwechsel allein ist sinnvoll, wenn Getriebe und Lager noch einwandfrei laufen. Zeigen sich Spiel in den Zahnrädern, ungleichmäßiger Lauf oder metallischer Abrieb, empfiehlt sich der Tausch des kompletten Getriebes. Bei der Entscheidung helfen folgende Prüfpunkte:
- Zahnflanken auf Ausbrüche und Riefen kontrollieren
- Achslagerspiel durch Handdrehung beurteilen
- Schleifkontakte und Kohlebürsten auf Verschleiß prüfen
- Gleichmäßigkeit des Laufs bei niedriger Spannung testen
Für die Auswahl kompatibler Komplettgetriebe lohnt der Blick in die Ersatzteilliste des jeweiligen Modells. Bei Unsicherheit bietet das Modell-Land Wiki detaillierte Demontageanleitungen, und die Anleitungsvideos zeigen die einzelnen Arbeitsschritte.
Schritt für Schritt: Motorwechsel
Der Ablauf gliedert sich in klar getrennte Phasen. Zunächst die Lokomotive vom Gleis nehmen, die Stromversorgung trennen und das Gehäuse öffnen. Danach die Stromanschlüsse des Motors lösen, Befestigungsschrauben entfernen und den Motor samt Getriebeeinheit vorsichtig herausnehmen. Vor dem Einbau des neuen Motors sind Kontaktflächen zu reinigen und die Zahnräder leicht zu fetten, sofern es der Hersteller vorsieht.
Anschließend den Motor mit dem Getriebe verbinden, den Kunststoffring korrekt positionieren und die Schrauben über Kreuz gleichmäßig anziehen. Eine abschließende Funktionsprüfung auf dem Gleis mit niedriger Geschwindigkeit zeigt, ob Laufruhe und Stromaufnahme im Normalbereich liegen.
Fazit
Der Wechsel des Motors einer LGB-Lokomotive ist mit Sorgfalt und passenden Ersatzteilen gut umsetzbar. Entscheidend sind die korrekte Identifikation des Antriebs, die fachgerechte Behandlung des Kunststoffrings und die Beurteilung, ob ein Teil- oder Komplettwechsel sinnvoll ist. Wer systematisch vorgeht, erhält die Betriebssicherheit seiner Gartenbahn und verlängert die Lebensdauer des Antriebs.
Wir sind Modell-Land
Modell-Land ist Ihr Fachhandel für Modellbau und Modelleisenbahnen. Ob Anfänger oder erfahrener Sammler – bei uns finden Sie eine riesige Auswahl an Modellen, Ersatzteilen und Zubehör zu fairen Preisen.
Häufige Fragen zu wie wechsle ich den Motor einer LGB Lok richtig
Ist die Artikelnummer 82501030 der richtige Motor für die Ge 4/4 III?
Der Uni-Motor kurze Welle mit der Artikelnummer 82501030 ist für Loks mit kurzer Motorwelle konzipiert und wird häufig als Ersatzmotor bei der Ge 4/4 III eingesetzt. Entscheidend ist jedoch der Vergleich der Wellenlänge und der Flanschmaße mit dem vorhandenen Motor. Messen Sie vor dem Kauf nach, da Baujahr und Ausführung abweichen können. Im Zweifel hilft der Abgleich mit dem Experten-Wiki oder dem Kundenforum von Modell-Land.
Gibt es für die LGB Mallet 2085 (Spur G Dampflok) einen Ersatzmotor?
Ja, für die Mallet 2085 stehen LGB-kompatible Ersatzmotoren zur Verfügung. Welcher Typ passt, hängt von der Antriebskonfiguration Ihrer Lok ab. Ob kurze oder lange Welle benötigt wird, lässt sich am besten durch Ausmessen des Getriebes klären. Bei Mallet-Modellen mit mehreren Antriebseinheiten sollten alle Motoren auf gleiche Bauform und Wellenlänge geprüft werden, damit die Laufeigenschaften gleichmäßig bleiben.
Wie werden neue Getriebe mit Motor bei einer LGB Lok 2051 richtig verkabelt, wenn die alten Antriebe (mit Platine im Fahrgestell) 1 zu 1 ausgetauscht wurden, aber danach kein Motor läuft?
Wenn nach einem 1:1-Austausch kein Motor läuft, liegt die Ursache fast immer in der Anschlussbelegung. Bei Antrieben mit Platine im Fahrgestell muss geprüft werden, welche Leitung des neuen Getriebes auf welchen Kontakt der Platine gehört. Das weiße und das gelbe Kabel müssen korrekt verbunden werden, damit der Motor Spannung erhält. Kontrollieren Sie außerdem mit dem Multimeter die Durchgängigkeit der Lötstellen. Erst wenn die Verkabelung stimmt, lohnt sich die Fehlersuche an Motor oder Decoder.
Bei einer LGB Mallet (2085 D) mit Halbschalen C-Getriebe (vor Baujahr 1989) wurden neue Uni-Motoren (Art.Nr. 82501030) verbaut. Die Motoren passen zwar in die Getriebeblöcke, jedoch lassen sich die Getriebedeckel nicht vollständig schließen, da der Motorenflansch der neuen Motoren ca. 2mm zu lang ist. Wie lässt sich dieses Montageproblem lösen?
Der Längenunterschied von rund 2 mm am Motorflansch ist die typische Ursache für diesen Befund. Eine schonende Lösung besteht darin, den Flansch an der Auflagefläche vorsichtig nachzuarbeiten, bis der Deckel frei schließt. Entgraten Sie danach die Kanten, um Späne im Getriebe zu vermeiden. Alternativ kann ein passender Distanzring weiterhelfen, sofern die Konstruktion dies zulässt. Prüfen Sie nach dem Verschließen, ob die Zahnräder leichtgängig bleiben und das Gehäuse nicht verspannt ist.
Kann das B-Getriebe ML-Train 86700999 ohne Probleme in eine LGB Schöma Lok 2060H eingebaut werden oder müssen dabei Dinge beachtet werden? Besteht das B-Getriebe aus originalen LGB/Märklin Ersatzteilen?
Vor dem Einbau sollten Sie prüfen, ob die Anschlüsse und Befestigungspunkte des B-Getriebes zur Schöma-Lok passen. Achten Sie besonders auf die Verkabelung, da sich die Belegung je nach Bauserie unterscheiden kann. Nach dem Einbau ist eine Einlaufzeit von etwa 10 Minuten normal, in der leichte Unregelmäßigkeiten auftreten können. Ob einzelne Bauteile aus originalen LGB- oder Märklin-Ersatzteilen stammen, ist der Produktbeschreibung zu entnehmen. Die Kompatibilität sollte daher vor dem Kauf anhand der technischen Angaben abgeglichen werden.
Das B-Getriebe mit Motor und Haftreifen (ML-Train 86700999) läuft unrund, und es sind quietschende Geräusche zu hören, besonders bei Richtungswechsel. Außerdem bringt das Getriebe keine Leistung. Wie geht es mit Ersatz oder Reparatur weiter, wenn auch ein ersatzweise erhaltenes Getriebe nicht richtig funktioniert?
Ein Getriebe, das auch als Ersatz nicht sauber arbeitet, deutet auf einen Fehler außerhalb des Einzelteils hin. Prüfen Sie zunächst die Stromzufuhr, die Kontakte und die Polung. Danach kontrollieren Sie die Zahnräder auf Bruch und Verschleiß. Quietschen bei Richtungswechsel entsteht oft durch zu wenig Schmierung oder verklemmte Achsen. Ist der Motor selbst defekt, lohnt meist der Austausch gegen einen geeigneten Motor. Eine Reparatur rechnet sich nur, wenn sich der Schaden eindeutig eingrenzen lässt.
Gibt es Motorkohlen für einen Bühler Motor mit kurzer Welle der Spur G?
Motorkohlen Bühler sind für die älteren Motoren mit kurzer Welle in der Regel nicht mehr einzeln erhältlich. Der Hersteller führt diese Teile nicht mehr als separate Ersatzteile. Daher empfiehlt sich bei verschlissenen Kohlen meist der Austausch des kompletten Motors. Achten Sie dabei auf die Wellenlänge, damit der Motor in das vorhandene Getriebe passt. Ein kompletter Motor bringt zudem eine gleichmäßige Laufleistung zurück und erspart aufwendige Einzelreparaturen.
Welches Ersatz-Zahnrad wird für eine gebrauchte LGB Dampflok 'Rusty' (Copyright 1994, Getriebeabdeckung 1991, Motor FS-395HP) benötigt, wenn beim Fahren ein knatterndes Geräusch durch ein gebrochenes Zahnrad auftritt? Die vorhandenen Zahnräder sind schrägverzahnt und haben 28 Zähne.
Für diese Konstellation benötigen Sie ein schrägverzahntes Zahnrad mit 28 Zähnen, das zum Getriebe der Rusty passt. Entscheiden
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