LGB C-Getriebe mit Doppelzahnrad: Anleitung zum richtigen Einbau
Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Einbau von Doppelzahnrädern im LGB C-Getriebe. Tipps zu Motorenflanschen, Ersatzteilen und Montage-Fehlern.
Weiterlesen →Diese Kategorie führt die Ersatzteile der fünf älteren LGB-Modelle der ÖBB-Reihe 2095. Sie teilen sich Fahrwerk und Antrieb, unterscheiden sich aber in Gehäuseteilen, Beschriftung und Elektronik. Welche Teile zu Ihrem Modell gehören, zeigt die Explosionszeichnung des jeweiligen Konstruktionsstandes – die Links stehen in der letzten Spalte.
| Jahr | Artikel | Modell | Betriebsnummer | Ausstattung | Zeichnung |
|---|---|---|---|---|---|
| 2006 | LGB 21950 | ÖBB-Diesellok 2095.06 | 2095.06 | DCC-Schnittstelle | – |
| 2000 | LGB 22962 | ÖBB-Diesellok 2095 004-4 mit Sound | 2095 004-4 | Sound, decoderfähig | Zeichnung (PDF) |
| 1995 | LGB 21962 | ÖBB-Diesellok 2095.05 mit Sound | 2095.05 | Sound | Zeichnung (PDF) |
| 1983 | LGB 2096S | ÖBB-Diesellok 2095.03 mit Sound | 2095.03 | Sound | Zeichnung (PDF) |
| 1973 | LGB 2095 | ÖBB-Diesellok 2095.11, erste Ausführung | 2095.11 | analog | Zeichnung (PDF) |
Daneben tauchen für dieselben Loks die Nummern 20950, 2095N und 20960 auf – auf Ersatzteilblättern und in Händlerlisten, nicht als eigene Modelle im LGB-Programm. Die Teile dazu finden Sie ebenfalls hier.
Die Neuauflage von 2024, die LGB 22963, hat eine eigene Kategorie: ihre Elektronik ist vollständig neu und mit den älteren Sound-Ausführungen nicht austauschbar.
Österreich besaß ein weit verzweigtes Netz von Schmalspurbahnen mit 760 Millimetern Spurweite, der sogenannten bosnischen Spur. Dazu gehören die 1898 eröffnete Pinzgauer Lokalbahn von Zell am See nach Krimml mit knapp 53 Kilometern, die Waldviertler Schmalspurbahnen, die Mariazellerbahn, die Ybbstalbahn und die Bregenzerwaldbahn. Ende der 1950er Jahre wollten die Österreichischen Bundesbahnen den dortigen Dampfbetrieb durch Dieselloks ablösen.
Simmering-Graz-Pauker baute von 1958 bis 1962 in der Lokomotivfabrik Floridsdorf fünfzehn Maschinen des Werkstyps LDH 600s. Sie tragen die Nummern 2095.01 bis 2095.15, laufen auf zwei Drehgestellen und haben die Achsfolge B’B’. Ein Zwölfzylindermotor der Bauart SGP S 12a leistet 440 Kilowatt, also 600 PS, bei 1500 Umdrehungen in der Minute. Ein zweistufiges Voith-Turbogetriebe treibt die äußeren Radsätze an, die inneren folgen über Kuppelstangen. Die Lokomotive ist über Kupplung 10.400 Millimeter lang, wiegt rund 31 Tonnen, bringt 98 Kilonewton Anfahrzugkraft auf und fährt 60 km/h.
Im Betrieb ersetzten die Maschinen die Dampfloks und übernahmen Personen- wie Güterzüge. Ein Probeeinsatz auf der bulgarischen Rhodopenbahn zeigte, dass sie für die dortigen Anforderungen zu schwach waren. Mit den Strecken schrumpfte auch das Einsatzgebiet: Die Bregenzerwaldbahn wurde 1985 eingestellt, später folgte die Ybbstalbahn. Am 2. Juli 2005 wurden 2095.02 und 2095.03 bei einem Frontalzusammenstoß zerstört und anschließend verschrottet. Der planmäßige Einsatz konzentrierte sich zuletzt auf die Pinzgauer Lokalbahn, die Waldviertler Schmalspurbahnen und die Mariazellerbahn.
Für die ÖBB fahren die Loks heute nicht mehr. Die Salzburg AG setzt drei Maschinen als Vs 71 bis 73 auf der Pinzgauer Lokalbahn vor Güter- und Fahrradzügen ein; diese Strecke war nach dem Hochwasser von 2005 erst am 12. September 2010 wieder durchgehend bis Krimml befahrbar. Weitere Lokomotiven stehen bei der NÖVOG auf der Waldviertelbahn und der Mariazellerbahn sowie bei der Bregenzerwald-Museumsbahn im Einsatz. 2095.11 und 2095.14 kamen 2015 nach Rumänien und sind dort nicht betriebsfähig abgestellt.
LGB hat die 2095 seit 1973 im Programm; sie gehört damit zu den ältesten Konstruktionen der Firma. Die erste Ausführung erschien schlicht als LGB 2095 mit der Betriebsnummer 2095.11 in analoger Ausführung und blieb bis 1995 lieferbar. 1983 kam mit der 2096S die 2095.03 mit Sound dazu, technisch auf demselben Fahrwerk aufgebaut. Beide frühen Ausführungen sind in Sammlungen weit verbreitet und bilden bis heute die Grundlage dieser Baugruppe.
1995 folgte die 21962 als ÖBB 2095.05 mit Sound, im Jahr 2000 die 22962 als 2095 004-4, ebenfalls mit Sound und bereits decoderfähig. 2006 erschien die 21950 als ÖBB 2095.06 mit DCC-Schnittstelle – sie markiert den Übergang von der Lehmann- zur Märklin-Zeit. Damit sind es fünf Ausführungen, die über die Jahre im Programm standen.
Für dieselben Loks sind außerdem die Nummern 20950, 2095N und 20960 im Umlauf. Sie stehen auf Ersatzteilblättern und in Händlerlisten, nicht aber im LGB-Buch und in keiner Preisliste – es sind also keine eigenen Modelle, sondern Schreibweisen und Blattnummern rund um die 2095. Wer ein Teil unter einer dieser Nummern sucht, ist hier richtig.
Bei den Ersatzteilen sind mehrere Konstruktionsstände zu unterscheiden. Für die Erstausführung gilt die Zeichnung der Jahre 1973 bis 1993, danach folgen die Stände von 1997 bis 1999 und von 2000 bis 2002. Motorblock, Elektronik und Gehäuseteile stimmen über diese Stände hinweg nicht durchgehend überein. Bestimmen Sie deshalb vor einer Bestellung die Artikelnummer Ihres Modells – sie steht auf dem Typenschild im Fahrzeugboden oder auf der Verpackung – und vergleichen Sie das Teil mit der passenden Zeichnung:
Für die 21950 von 2006 gibt es kein eigenes Blatt – sie greift auf den Stand der 22962 zurück. Die auf Ersatzteilblättern geführten Nummern 20950 und 2095N und die nur in Händlerlisten auftauchende 20960 lassen sich keinem eigenen Konstruktionsstand zuordnen; hier hilft der Vergleich mit den Blättern oben. Im Zweifel entscheidet ein Blick auf das Teil selbst: Getriebe, Radsätze und Schleifkontakte sind über die Baujahre weitgehend gleich geblieben, Gehäuse, Lampen und Elektronik nicht.
Die Verschleißteile der 2095 sind die üblichen einer LGB-Diesellok: Haftreifen und Radsätze, die Schleifschuhe mit Kohle, das Getriebemittelteil samt Deckel und Boden sowie der Motor. Sie gehören zu den Teilen, die über fast alle Konstruktionsstände passen, und sind deshalb in dieser Kategorie zuerst aufgeführt. Wer eine ältere Lok wieder in Betrieb nimmt, sollte zusätzlich die Kohlen und die Kontaktbleche prüfen: Sie sind der häufigste Grund für ruckelnden Lauf nach langer Standzeit.
Gehäuseteile, Lampen und Beschriftungssätze sind dagegen modellgebunden und oft nur noch in Restbeständen zu haben. Teile, die nicht mehr nachproduziert werden, sind in der Liste grau hinterlegt – sie stehen nur so lange zur Verfügung, wie der Lagerbestand reicht. Fehlt ein Teil ganz, lohnt der Vergleich mit den Schwesterausführungen: viele Anbauteile der Sound-Modelle 2096S, 21962 und 22962 sind untereinander gleich.
Die Neuauflage LGB 22963 von 2024 steht bewusst in einer eigenen Kategorie. Sie trägt wieder die Beschriftung 2095.11 des Erstmodells, hat aber einen mfx/DCC-Sounddecoder und eine vollständig neue Elektronik; deren Platinen und Soundmodule passen nicht in die älteren Ausführungen.
Vorbildangaben nach Wikipedia (ÖBB 2095, Pinzgauer Lokalbahn), austria-forum.org und eisenbahn.gerhard-obermayr.com · Modellangaben nach LGB/Märklin · Zeichnungen und Ersatzteillisten © Gebr. Märklin & Cie. GmbH
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