Ersatzteile für LGB Dampflok Stainz: Die optimale Auswahl für Wartung und Reparatur
Finden Sie die richtigen Ersatzteile für Ihre LGB Dampflok Stainz. Tipps zu Antrieb, Sound-Nachrüstung und Dampf-Funktion für alte und neue Modelle.
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Viele Teile sind nicht an eine einzelne Lok gebunden. Die folgende Übersicht führt die Ersatz- und Verschleißteile, die mehrere Modelle der Reihe 2018x – Franzburg – Lenz Typ i – gemeinsam haben:
Hinweis: Die modellspezifischen Teile – Gehäuse, Dachaufbauten, Beschriftung und Platinen – liegen in der jeweiligen Unterkategorie der Lok.
Diese Ersatzteil-Kategorie umfasst 4 LGB-Modelle aus den Jahren 2013 bis 2020. Welche Ersatzteile passen, hängt vom Modell ab – maßgeblich ist die Explosionszeichnung der jeweiligen Lok.
| Jahr | Artikel | Modell | Bahn / Betriebsnummer | Ausstattung | Teile |
|---|---|---|---|---|---|
| 2020 | LGB 20184 | Dampflok 99 5605 (Lenz Typ i) | DR 99 5605 | – | Ersatzteile |
| 2018 | LGB 20183 | Dampflok 99 5602 (Lenz Typ i) | DR 99 5602 | – | Ersatzteile |
| 2015 | LGB 20180 | Dampflok 99 5604 (Lenz Typ i) | DR 99 5604 | – | Ersatzteile |
| 2013 | LGB 20181 | Dampflok Franzburg (Lenz Typ i), DEV Neukonstruktion 2013, Bühler-Motor, 25 cm |
DEV Franzburg (ex FKB 4i) | DCC-Schnittstelle, Rauch | Ersatzteile |
Die Franzburger Kreisbahnen erschlossen ab 1893 den Küstenstreifen zwischen Stralsund, Barth und Damgarten in Vorpommern. Das Netz war in Meterspur gebaut und wuchs auf rund 67 Kilometer. Der Betrieb begann am 4. Mai 1895. Die Betriebsführung lag zunächst bei Lenz & Co., ab 1910 bei der pommerschen Provinzialbahn-Direktion; ab 1940 gehörte die Bahn zu den Pommerschen Landesbahnen. Wie viele Kleinbahnen ihrer Zeit verband sie ländliche Orte mit den Häfen und den Hauptstrecken der Region.
Für solche Kleinbahnen entwickelte Lenz & Co. genormte Lokomotivtypen, die ohne aufwendige Anpassung auf unterschiedlichen Strecken eingesetzt werden konnten. Der Typ i, beim Hersteller als Type Pommern geführt, war eine zweiachsige Nassdampf-Tenderlok der Bauart B n2t. Vulcan in Stettin lieferte zwischen 1893 und 1902 insgesamt 38 Stück. Die Maschinen wogen dienstbereit zwölf Tonnen und leer neun Tonnen, leisteten rund 63 kW und liefen 30 km/h. Der Treibraddurchmesser betrug 800 Millimeter, der Kesseldruck 12 bar. Das Wasser lag im Rahmen, die Kohlekästen saßen seitlich am Kessel. Ein Wasserheber erlaubte das Nachfassen aus Gräben und Teichen, wo kein Wasserkran stand.
Die ersten 24 Lokomotiven bekamen weder Dampfdom noch Ramsbottom-Sicherheitsventil; die späteren Maschinen erhielten einen Dampfdom. Nach der Verstaatlichung der Franzburger Kreisbahnen 1949 ordnete die Deutsche Reichsbahn die verbliebenen Loks als Baureihe 99.560 mit den Nummern 99 5601 bis 99 5606 ein. Ausgemustert wurden sie zwischen 1961 und 1968. Der Verkehr auf den letzten Abschnitten endete Anfang der 1970er Jahre.
Zwei Maschinen blieben erhalten. Die 1894 bei Vulcan gebaute 99 5605 stand nach dem Streckendienst bunt bemalt als Spielgerät in einem Freizeitpark bei Düsseldorf. 1980 tauschte sie der Deutsche Eisenbahn-Verein gegen eine belgische Dampflok ein. Nach der Aufarbeitung fuhr sie am 19. Juni 1982 als „Franzburg“ erstmals planmäßig nach Asendorf. 1996 erhielt sie einen neuen Kessel und war seither auch bei anderen Museumsbahnen zu Gast. Die 99 5606 kam zu einem privaten Sammler in die Niederlande.
LGB brachte den Lenz-Typ i 2013 als Neukonstruktion heraus. Den Anfang machte die 20181 als grün-schwarz-rote „Franzburg“ des Deutschen Eisenbahn-Vereins, also jene erhaltene Maschine, die als FKB 4i geliefert wurde. Das Modell kam mit Rauchgenerator und DCC-Schnittstelle, misst über Puffer 25 Zentimeter und treibt mit einem Bühler-Motor beide Achsen an. Es zählt damit zu den jüngeren Neukonstruktionen im LGB-Dampflokprogramm und war von Beginn an für den Digitalbetrieb vorbereitet.
Die Ausstattung ist bei allen Ausführungen gleich: Bühler-Motor mit Antrieb auf beide Achsen und Haftreifen, Rauchgenerator, fahrtrichtungsabhängige Beleuchtung mit zusätzlichem Führerstandslicht, zu öffnende Führerhaustüren, gefederte Puffer und eine Digitalschnittstelle. Da alle Varianten auf derselben Konstruktion von 2013 beruhen, passen die Ersatzteile untereinander: Motor, Getriebe, Radsätze, Haftreifen, Rauchgenerator und Beleuchtung sind über die vier Artikelnummern hinweg gleich. Unterschiede gibt es allein bei den lackierten und bedruckten Gehäuseteilen, für die die Artikelnummer der eigenen Lok maßgeblich bleibt.
Ab 2015 folgten die Ausführungen der Deutschen Reichsbahn. Die 20180 erschien als 99 5604, 2018 kam die 20183 als 99 5602 hinzu. Beide zeigen den Typ i in seiner Zeit bei der Reichsbahn, in der die Baureihe 99.560 die Nummern 99 5601 bis 99 5606 trug. Auch diese Modelle entsprechen technisch der Erstauflage von 2013; zwischen den einzelnen Auflagen liegen jeweils zwei bis drei Jahre.
Den bisherigen Abschluss bildet 2020 die 20184 als 99 5605, die mit Sound angeboten wurde. Sie trägt die Betriebsnummer jener Maschine, die heute als „Franzburg“ erhalten ist, sodass die Baugruppe mit der Museumslok beginnt und mit deren Reichsbahn-Ausführung endet. Alle vier Artikelnummern entstanden in der Märklin-Zeit; ein Vorgängermodell aus der Lehmann-Zeit ist nicht verzeichnet. Für die Ersatzteilsuche ist das ein Vorteil, denn die Unterlagen zu einer Nummer helfen in aller Regel auch bei den drei übrigen weiter. Nur bei Gehäuseteilen, Anschriften und den Bauteilen der Sound-Ausführung kommt es auf die eigene Artikelnummer an.
Vorbildangaben nach Wikipedia (Lenz-Typ i, Franzburger Kreisbahnen) und museumseisenbahn.de des Deutschen Eisenbahn-Vereins; Modellangaben nach LGB/Märklin.
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