LGB C-Getriebe mit Doppelzahnrad: Anleitung zum richtigen Einbau
Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Einbau von Doppelzahnrädern im LGB C-Getriebe. Tipps zu Motorenflanschen, Ersatzteilen und Montage-Fehlern.
Weiterlesen →Diese Kategorie führt die Ersatzteile der beiden Erstausführungen der Rügener Vierkuppler, der LGB 28001 und 28002. Beide stammen aus der Lehmann-Zeit und sind analoge Modelle – ohne Sound, ohne Decoder. Sie unterscheiden sich in Beschriftung und Farbe, nicht in der Konstruktion.
| Jahr | Artikel | Modell | Betriebsnummer | Ausstattung | Zeichnung |
|---|---|---|---|---|---|
| 2000 | LGB 28002 | RüKB 53 Mh, grün | RüKB 53 Mh | analog | Zeichnung (PDF) |
| 1996 | LGB 28001 | DR 99 4633 | DR 99 4633 | analog | Zeichnung (PDF) |
Die Ersatzteile beider Modelle tragen durchweg die Nummern der 28001; eigene Teilenummern für die 28002 gibt es nicht. Wer ein Teil für die grüne RüKB 53 Mh sucht, findet es also unter 28001-E…
Bei diesen Blättern gibt es eine Besonderheit: sie führen keine Bestellnummern. Bestellt wurde über die Nummer der Zeichnung und die Positionsnummer des Teils. Wie Sie damit zum richtigen Ersatzteil kommen, steht unter den Artikeln.
Die jüngeren Ausführungen 28003, 28004, 28005 und 28006 haben eigene Kategorien: ihre Blätter nennen Bestellnummern, und ab 2008 gehört ein Sounddecoder dazu.
Die Rügensche Kleinbahn erschloss ab 1895 den Süden und Osten der Insel. Am 22. Juli 1895 ging die Oststrecke von Putbus nach Binz in Betrieb, 1899 folgte die Verlängerung nach Göhren; im selben Jahr erreichte das 750 Millimeter breite Netz mit drei Strecken und 97,3 Kilometern seine größte Ausdehnung. Beteiligt an der Betreibergesellschaft war die Firma Lenz & Co., die in ganz Preußen Kleinbahnen baute und dafür mit Normtypen arbeitete.
Für den schweren Dienst auf 750 Millimeter Spurweite entstand bei der Stettiner Maschinenbau AG Vulcan in Bredow der Typ M, eine vierfach gekuppelte Tenderlokomotive. Zwischen 1913 und 1925 wurden zehn Maschinen der Typen M und Mh gebaut. Sie wiegen 23,5 bis 25,5 Tonnen, leisten 200 bis 235 PS und fahren höchstens 30 km/h; der Kessel arbeitet mit 12 bar, die Treibräder messen 850 Millimeter.
Rügen erhielt 1913 und 1914 zwei Nassdampfloks des Typs M, 1925 kam als Nachbestellung eine dritte Maschine mit Heißdampfkessel als 53 Mh hinzu. 1927 rüstete die Bahn auch die beiden älteren Loks auf Heißdampf um – seither tragen alle drei das Kürzel Mh. Ab 1940 gehörten sie zu den Pommerschen Landesbahnen, 1949 übernahm die Deutsche Reichsbahn den Betrieb und nummerierte sie in 99 4631 bis 99 4633 um.
Alle drei Lokomotiven sind erhalten. 99 4632 und 99 4633 bekamen 1992 neue Kessel und stehen seit 1996 wieder betriebsfähig im Dienst; sie ziehen die Züge des „Rasenden Roland" auf der verbliebenen Strecke von Putbus nach Göhren. 99 4631 stand von 1984 bis 2002 als Denkmal in Lehrte und wird heute auf Rügen aufgearbeitet.
LGB nahm die Rügener Vierkuppler in der Lehmann-Zeit ins Programm. Den Anfang machte 1996 die 28001 als DR 99 4633; sie blieb bis 2003 lieferbar. 2000 folgte die 28002 als grüne RüKB 53 Mh, die bis 2002 im Programm stand. Beide sind analoge Modelle ohne Elektronik – das ist der wichtigste Unterschied zu den späteren Ausführungen, bei denen Platine, Lautsprecher und Rauchentwickler dazukommen.
Fahrwerk, Gestänge, Radsätze und Gehäuseteile sind über die ganze Serie hinweg weitgehend vergleichbar. Wer ein mechanisches Teil sucht, kann deshalb auch bei den jüngeren Ausführungen fündig werden; bei Elektronik und Dampfentwickler ist das ausgeschlossen.
Die Blätter 28001-1 und 28002-1 stammen von Ernst Paul Lehmann und sind anders aufgebaut als die späteren Märklin-Listen: Sie zeigen die Zeichnung mit nummerierten Positionen, aber keine Tabelle mit Bestellnummern. Lehmann schreibt dazu auf der ersten Seite: „Geben Sie bei der Bestellung eines Ersatzteils bitte die Nummer der Zeichnung oben auf dieser Seite und die Nummer des Teils auf der Zeichnung an." Genau so gehen Sie am besten vor:
Antrieb und Getriebe sind bei allen Rügener Mh dieselben: ein C-Getriebe mit Schleifkontakten und Schleiferkohlen. Diese Verschleißteile gibt es weiterhin, ebenso das Kontaktteile-Set, das Doppelzahnrad, die Achslagerfeder, Kupplungen und Kupplungshaken sowie das Reparatur-Set für das C-Getriebe. Sie stehen in dieser Kategorie vorn und passen über alle Baujahre hinweg.
Bei den Gehäuseteilen sieht es anders aus. Schornstein, Speisedom- und Dampfdomdeckel, Luftpumpe, Stirnlampe, Kesseltür, Führerhaus und Führerhaustür, Fenstereinsatz, Hebelgestänge, Bodenplatte, Hebewinde, Luftbehälter, Trittblech und Zylinderblock sind modellgebunden und fast durchweg ausgelaufen oder als Rarität geführt – sie sind nur noch zu haben, solange ein Restbestand da ist. Wer so ein Teil braucht, sollte nicht lange warten.
Für den laufenden Betrieb gilt die übliche Reihenfolge: Wenn eine lange abgestellte Lok ruckelt oder stehenbleibt, liegt es fast immer an den Schleiferkohlen oder den Kontaktblechen. Ein Satz Kohlen und ein Kontaktteile-Set bringen sie meist zurück ins Rollen, lange bevor man an den Motor denken muss. Erst danach lohnt der Blick auf Zahnräder und Achslagerfedern.
Vorbildangaben nach Wikipedia (Rügensche Kleinbahn, Lenz-Typ M) und eisenbahn-museumsfahrzeuge.de · Modellangaben nach LGB/Märklin und dem LGB-Buch · Zeichnungen und Ersatzteillisten © Gebr. Märklin & Cie. GmbH
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